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Ali Bin Al Hussein versprach eine gerechte und transparente Verteilung von FIFA-Geldern © Getty Images

Prinz Ali bin Al Hussein will beim Fußball-Weltverband FIFA im Falle seiner Wahl zum Präsidenten die "Günstlingswirtschaft" des Schweizer Amtsinhabers Joseph S. Blatter beenden.

In seinem am Ostermontag in Kairo vorgestellten Wahlprogramm versprach der Jordanier für die Zukunft eine gerechte und transparente Verteilung von FIFA-Geldern unter allen nationalen Mitgliedsverbänden statt "nach Lust und Laune des FIFA-Präsidenten".

Auf Telefonanfrage der französischen Nachrichtenagentur AFP beklagte der momentane FIFA-Vizepräsident am Rande des Kongresses des afrikanischen Kontinentalverbandes CAF weiter die derzeitige Abhängigkeit mancher Verbände von "Blatters persönlichem Gutdünken".

Prinz Ali kündigte vor der Präsidenten-Wahl auf dem FIFA-Kongress am 29. Mai in Zürich zugleich die Umwandlung der FIFA von einem Machtzentrum zu einer Service-Organisation für die Verbände an.

"Die Verbände haben Rechte, ihnen gehört die FIFA, und sie sollten in der Exekutive von Fall zu Fall und nicht nach Gutsherrenart jede Unterstützung bekommen können, die sie benötigen", sagte der Präsidentschafts-Kandidat mit Blick auf Blatters berüchtigte Netzwerke.

Allerdings wirbt auch der dritte Blatter-Herausforderer neben Portugals früherem Superstar Luis Figo und dem niederländischen Verbandschef Michel van Praag mit finanziellen Versprechungen: "Jeder Verband wird ein Nationalstadion haben, das diesen Namen auch verdient." Darüber kündigte der Prinz verstärkte Investitionen in den Frauen- und Jugendfußball an.

Sportlich plant Ali eine Reform des "unfairen Bewertungssystems" in der Weltrangliste sowie eine "umfassende und offene Debatte" über die Einführung von Videobeweisen über die schon eingeführte Torlinientechnik hinaus.

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