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FC Schalke 04 Unveils New Signing Head Coach Andre Breitenreiter
Andre Breitenreiter geht die größte Herausforderung seiner Karriere an © Getty Images

Schalke geht mit Andre Breitenreiter in die Zukunft. Der neue Trainer legt ohne konkretes Saisonziel los. Bei seiner Vorstellung trifft vor allem Horst Heldt klare Ansagen.

Andre Breitenreiter ist am Ziel - vorerst zumindest.

Nach Stationen beim Regionalligisten TSV Havelse und dem Bundesliga-Aufstieg mit dem SC Paderborn tritt er seinen Dienst als Trainer des FC Schalke an.

Viele Fans sehen den ehemaligen Spieler von Hannover 96 und des Hamburger SV kritisch, schließlich braucht ein Schalker Trainer das nötige Selbstvertrauen und möglichst einen großen Namen. Sportvorstand Horst Heldt setzt dennoch auf Breitenreiter.

Jetzt erklären beide, wieso diese Kombination passt. Die Pressekonferenz zum Nachlesen:

+++ 14.54 Uhr: Das war es +++

Damit endet diese erstaunlich ausführliche Pressekonferenz. Horst Heldt hat sich viel Zeit genommen, auch für die Themen Marc Wilmots, Kevin-Prince Boateng, Sidney Sam, Benedikt Höwedes und Johannes Geis.

+++ 14.50 Uhr: Heldt will Geis +++

Zu einem Gerücht sagt Heldt: "Joel Matip hat einen Vertrag. Ich habe auch gelesen, dass er ein Angebot aus England haben soll. Das ist bis jetzt nicht aber passiert. Er möchte in Schalke bleiben." Und zu einem Wunschspieler vom FSV Mainz: "Johannes eis ist ein Thema. Wir haben ein Angebot abgegeben und wollen den Spieler verpflichten. Ich hoffe auch, dass wir das umsetzen können."

+++ 14.47 Uhr: "Kritik ist Schwachsinn" +++

"Wir haben uns Zeit genommen und das getan, was notwendig war", sagt Heldt zum Auswahlprozess. "Insofern ist die Kritik Schwachsinn. Das liegt aber auch daran, dass keiner davon bei den Gesprächen dabei war." Und weiter: "Wir sind sicher ein Verein, der sehr intensiv begleitet wird. Damit können und wollen wir leben."

+++ 14.45 Uhr: Andere Ansprüche +++

Vor einem Jahr noch sagte Heldt, Schalke müsse da sein, wenn der FC Bayern schwächelt. "Wenn man eine nicht zufriedenstellende Saison abgeliefert hat, müssen die Ansprüche sinken", stellt er jetzt klar. "Nach dieser Saison ist es völlig deplatziert, die Aussagen aufrecht zu erhalten, die man nach dreimal Champions League getroffen hat."

+++ 14.43 Uhr: Zeuge des Vier-Minuten-Meisters +++

Breitenreiter spielte mit Unterhaching 2001 beim legendären letzten Spiel im Parkstadion. "Diese Bilder gehen nie verloren, wenn das ganze Stadion feiert und dann die Bilder angehen und alle sehen, dass das Spiel in Hamburg noch läuft", sagt er. "Obwohl wir selber abgestiegen sind, haben wir fast mehr mit Schalke geweint. Ich verstehe, dass alle nach diesem Titel lechzen. Aber wir müssen jetzt die ersten Schritte gehen."

+++ 14.40 Uhr: Heldts letzte Chance? +++

Ist Breitenreiter Heldts "letzte Patrone"? "Es geht nur um Schalke 04. Was andere Leute dazu kommentieren, kann und werde ich nicht beurteilen", sagt der unter Druck geratene Sportvorstand.

+++ 14.38 Uhr: "Kein Wappenküsser" +++

Wie viele Angebote hatte Breitenreiter? Schließlich hatte er nach der letzten Saison eine klare Aussage zu seiner Zukunft vermieden. "Ich habe nur gesagt, dass ich kein Wappenküsser bin. Es gibt für mich nichts Schlimmeres als Spieler, die nach einem Tor in die Kurve laufen, das Wappen küssen und eine Woche später weg sind. Jetzt können die Fans in Paderborn damit leben, weil ich nichts versprochen habe."

+++ 14.37 Uhr: Kein Platz als Ziel +++

Ist das Schalker Ziel nicht doch klar die Champions League? "Da täuschen Sie sich komplett, weil das nicht unser Ziel sein kann", antwortet Heldt. "Wir werden für die kommende Saison keine Platzierungsziele ausgeben. Wir wollen endlich wieder einen Fußball zeigen, der die Leute begeistert. Ich möchte mich nach dem Spiel nicht mehr vor den VIP-Bereich stellen und mit den Fans diskutieren."

+++ 14.33 Uhr: Schalker Schwachstellen +++

"Wir haben mit Paderborn in der letzten Saison die Schalker Schwachstellen analysiert", sagt Breitenreiter. "Die waren deckungsgleich mit denen, die auch Horst Heldt gesehen hat. Es ist ein offenes Geheimnis, dass das defensive Umschalten zum Ende der Saison nicht mehr funktioniert hat."

+++ 14.32 Uhr: Einheit bilden +++

"Die Jungs haben das Fußballspielen nicht verlernt", ist Breinetreiter überzeugt. "Die Basis ist es zunächst, eine Einheit zu bilden. Es ist klar, dass Tabellenplätze in den oberen Regionen erwartet werden."

+++ 14.30 Uhr: Umgang mit Stars +++

Mit Weltstars hatte Breitenreiter als Trainer noch nicht zu tun. "Es gibt auch in der Bezirksliga Spieler, die sich für Stars halten", entgegnet er. "Die Abläufe sind überall die gleichen. Wenn man sie mitnimmt und ihnen eine klare Spielidee gibt, gehen auch Stars gerne mit."

+++ 14.27 Uhr: Breitenreiter zieht von Familie weg +++

"Ich bin Familienvater, habe zwei Kinder. Es ist selbstverständlich, dass meine Familie in ihrem gewohnten Umfeld bleibt", sagt Breitenreiter. Er wird sich also über große Zeiträume von seiner Familie trennen: "Ich werde mir eine Wohnung in der Nähe suchen. Wer mich kennt, weiß, dass ich da perfektionistisch veranlagt bin."

+++ 14.26 Uhr: Guter Abschied aus Paderborn +++

"Ich habe sehr viele Nachrichten erhalten von Spielern, Teilen des Funktionsteams und Fans", sagt Breitenreiter über seinen Abschied aus Paderborn. "Alle haben sich bedankt für zwei wunderbare Jahre."

+++ 14.24 Uhr: Breitenreiter will keine Egos +++

Wie bekommt Breitenreiter die Schalker Mannschaft wieder hin? "Erst einmal geht es darum, die einzelnen Charaktere kennenzulernen. Was sind die Gründe, dass es zuletzt nicht geklappt hat? Wir müssen die Sache nach vorne und die Egos hinten anstellen", sagt er. "Bei uns geht es auf dem Trainingsplatz um das Leistungsprinzip. Wir haben uns nie gescheut, harte Entscheidungen zu treffen. Dass die Spieler nicht alle zusammen schwimmen gehen, ist klar. Aber sie sollen sich akzeptieren und respektieren. Teambildingmaßnahmen sind oft bloßer Aktionismus. Ich kann nicht hingehen und sagen: Jetzt nehmen wir uns alle an der Hand."

+++ 14.21 Uhr: Trainerteam steht noch nicht +++

Wer kommt in Breitenreiters Team? "Da sind wir in Gesprächen. Es gibt noch keine abschließende Meinung. Natürlich bin ich sehr interessiert, Kollegen aus Paderborn mitzunehmen. Diese Entscheidung treffen wir gemeinsam in den nächsten Tagen", sagt er.

+++ 14.20 Uhr: "Kein glücklicher Zeitpunkt +++

Die vielen anwesenden belgischen Journalisten bleiben beim Thema Wilmots. Heldt rechtfertigt sich: "Wir haben immer gesagt, dass wir einen neuen Trainer bekanntgeben, wenn es etwas bekanntzugeben gibt. Dass das mit einem wichtigen Spiel der belgischen Mannschaft zusammentrifft, war kein glücklicher Zeitpunkt. Noch unglücklicher wäre es aber gewesen, wenn er das aus der Zeitung erfahren hätte."

+++ 14.17 Uhr: Wilmots weiter willkommen +++

"Er ist immer willkommen, wenn er auf Schalke vorbeikommt", sagt Heldt zu Wilmots. "Er hat maßgeblichen Anteil an der Erfolgsgeschichte von Schalke 04. Ich glaube, dass es sinnvoll ist, respektvoll miteinander umzugehen."

+++ 14.15 Uhr: "Topverein in Europa" +++

"Ich bin überzeugt, dass der Schritt nicht zu groß ist und dass es nicht zu früh ist", sagt Breitenreiter. "Schalke ist ein Topverein in Deutschland und auch in Europa. Dieser Herausforderung stelle ich mich. Ich weiß aber, dass es nur mit einem Topteam funktioniert."

+++ 14.13 Uhr: Heldt verteidigt sich +++

"Es ist nicht wichtig, mit wem man zuerst ein Gespräch führt, sondern für wen man sich dann nach internen Gesprächen entscheidet", legt Heldt zu Wilmots nach. "Mir war es nur wichtig, Marc Wilmots nach den persönlichen Gesprächen selbst zu informieren. Und das habe ich getan." Heldt bezeichnet Wilmots noch als "Eurofighter und hervorragenden Trainer".

+++ 14.12 Uhr: Höwedes bleibt +++

Heldt hat eine gute Nachricht für die Schalker Fans: "Benedikt Höwedes wird auf Schalke bleiben. Ich habe gestern nochmal mit ihm telefoniert. Es ist eine Entscheidung für Schalke. Er hatte einige Angebote von namhaften Vereinen aus dem Ausland. Wir sind natürlich sehr glücklich, dass Benedikt sich entschieden hat, weiterhin für Schalke zu arbeiten."

+++ 14.09 Uhr: Heldt weicht zu Wilmots aus +++

"Ich habe immer gesagt, dass wir mit mehreren Kandidaten sprechen. Dabei ist es wichtig, alle Inhalte zu besprechen", sagt Heldt zu den Vorwürfen von Marc Wilmots - ohne aber konkret auf den Fall einzugehen: "Am Ende haben sich zwei Favoriten herauskristallisiert: Markus Weinzierl und Andre Breitenreiter. Und ich bin sehr froh, dass Andre Breitenreiter jetzt hier sitzt."

+++ 14.08 Uhr: Keine Chance für Boateng und Sam +++

Bei der Frage zu Kevin-Prince Boateng und Sidney Sam gibt Breitenreiter direkt ab an Heldt: "Es bleibt dabei, dass wir mit beiden Spielern nicht in der kommenden Saison arbeiten möchten", sagt der Sportvorstand.

+++ 14.06 Uhr: Defensive Ansage +++

"Was vorher war, interessiert mich erst einmal nicht. Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, was wir können und deshalb gehe ich selbstbewusst an die Sache heran", sagt Breitenreiter. Über die Champions League will er zunächst aber nicht reden: "Von solchen Zielen sind wir weit entfernt. Das erste Ziel sollte sein, dass wir auf dem Platz wieder eine Einheit werden - und auch außerhalb des Platzes. Da ist jeder gefragt: Trainer, Mannschaft und Fans."

+++ 14.05 Uhr: Breitenreiter überzeugt +++

Ich möchte eine Mannschaft mit hoher Mentalität entwickeln und auf dem Platz sehen. Uns hat immer ausgezeichnet, dass wir einen Plan hatten. Das haben Sie auch hier gesehen im Heimspiel gegen Paderborn, was auch mit Standing Ovations der Schalker Fans quittiert wurde.

+++ 14.03 Uhr: Stolz, Schalke zu trainieren +++

Breitenreiter strahlt: "Die ersten Eindrücke aus den Gesprächern der letzten Woche haben sich heute bestätigt. Ich habe schon einen Rundgang durch die Geschäftsstelle gemacht, dort freundliche und engagierte Mitarbeiter getroffen. Ich bin stolz, einen Verein wie den FC Schalke zu trainieren. Es ist eine große Herausforderung für mich."

+++ 13.55 Uhr: Gleich kommt er +++

Die Pressekonferenz mit Heldt und Breitenreiter ist auf 14 Uhr angesetzt.

+++ 13.46 Uhr: Von fast 0 auf 100 +++

Erst ein Jahr hat Andre Breitenreiter als Trainer in der Bundesliga hinter sich - und schon arbeitet er bei einem der wichtigsten Vereine Deutschlands. Auf jeden Fall wenn es nach den Schalkern geht. Bei der Entscheidung, wer auf Roberto Di Matteo folgen soll, dürfte vor allem das Schalker 1:0 gegen Paderborn im Saisonendspurt im Gedächtnis geblieben sein: Damals beherrschte eine mutige Paderborner Mannschaft die Gastgeber und verlor sehr unglücklich.

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