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Wolfgang Niersbach ist seit März 2012 DFB-Präsident
Wolfgang Niersbach sorgt mit seinem Offenen Brief für Aufsehen © Getty Images

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wollte sich mit seinem Zehn-Punkte-Plan zur Reform des Fußball-Weltverbands offenbar nicht als neuer FIFA-Chef ins Gespräch bringen.

"Der Offene Brief war sicher nicht als Bewerbungsschreiben gedacht, sondern um eine Diskussion über zentrale Punkte und Probleme in der FIFA anzustoßen", sagte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock dem kicker.

Niersbach hatte vor einem Monat in einem Offenen Brief an die knapp 6,9 Millionen Mitglieder des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) angekündigt, dass sich sein Verband an die Spitze einer Reformbewegung setzen möchte.

Die zehn Punkte umfassende Agenda Niersbachs liest sich allerdings nach wie vor wie das Wahlprogramm eines Präsidentschafts-Kandidaten, der den scheidenden FIFA-Boss Joseph S. Blatter beerben möchte.

Auf der nächsten Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees, in dem auch Niersbach sitzt, wird am 20. Juli in Zürich der Termin für einen Wahlkongress festgelegt. Der Kongress könnte im Dezember 2015 oder im Januar 2016 stattfinden.

"Wir sind klar dafür, dass dieser Wechsel unter Berücksichtigung der Fristen möglichst schnell umgesetzt wird", äußerte Sandrock.

Dass Blatter zuletzt einen Rücktritt vom Rücktritt angedeutet hat, gefällt dem Generalsekretär gar nicht. "Wir brauchen einen Neubeginn und Reformen, die mit einem neuen Präsidenten verbunden sind", sagte der 58-Jährige.

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