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Eine Hütte mit dem Logo des FC Ostelbien Dornburg
Eine Hütte mit dem Logo des FC Ostelbien Dornburg © dpa Picture Alliance

Der Landessportbund Sachsen-Anhalt hat den von Rechtsextremisten durchsetzten Kreisligisten FC Ostelbien Dornburg vom Spielbetrieb in der Kreisliga ausgeschlossen.

Wie der MDR Sachsen-Anhalt berichtet, fiel diese Entscheidung am Montag in Halle, der Landessportbund folgte damit einem Antrag des Fußball-Verbandes Sachsen-Anhalt (FSA).

"Die Satzung des Sportbundes sieht vor, dass rassistische, rechtsextreme oder linksextreme Haltungen, die sich im Sport äußern oder auch Gewaltbereitschaft dazu führen können, dass ein Verein ausgeschlossen wird", sagte LSB-Präsident Andreas Silbersack dem MDR: "Wir mussten aufgrund verschiedener Berichte und der Entscheidung des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt feststellen, dass die Voraussetzungen für einen Ausschluss bei diesem Verein vorliegen." Die Entscheidung gilt ab sofort.

Der Verein kann innerhalb von sechs Wochen einen Einspruch beim LSB einlegen, in diesem Fall müsste sich der Hauptausschuss bei seiner Sitzung am 14. November mit dem Thema beschäftigen.

Rechtliche Schritte hätten allerdings keine aufschiebende Wirkung in Bezug auf den Ausschluss. Um am Ligabetrieb teilnehmen zu können, müsste eine einstweilige Verfügung beantragt werden.

In einem Anhörungsverfahren hatte der FC Ostelbien zuvor die Möglichkeit, Argumente gegen einen Ausschluss vorzubringen, konnte den Landessportbund jedoch nicht überzeugen.

Der Kreisligist aus dem Jerichower Land südlich der A2 zwischen Magdeburg und Berlin hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt.

15 von 18 Dornburger Spielern sind dem Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt als Rechtsextreme bekannt. 59 von 65 Schiedsrichter hatten sich geweigert, Spiele des Klubs zu pfeifen. Zudem wollten mehrere Vereine nicht mehr gegen Ostelbien antreten.

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