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In der FIFA geht es weiter hoch her: Der unter Druck geratene Südkoreaner Chung Mong-Joon holt zum Gegenschlag aus und plant eine Anzeige gegen Präsident Sepp Blatter.

In der Schlammschlacht um das Präsidenten-Amt beim Fußball-Weltverband FIFA holt der unter Druck geratene Südkoreaner Chung Mong-Joon zum Gegenschlag gegen Amtsinhaber Joseph S. Blatter (Schweiz) aus.

"Er gibt sein Gehalt nicht preis und betreibt eine heimlichtuerische Geschäftsführung. Deswegen plane ich, Herrn Blatter wegen Unterschlagung und Veruntreuung anzuzeigen", sagte der frühere FIFA-Vizepräsident am Mittwoch auf der Sports Leaders Convention in London: "Herr Blatter ist ein Heuchler und ein Lügner."

Chung hatte tags zuvor in Seoul Ermittlungen der FIFA-Ethikkommission wegen seines 777-Millionen-Dollar-Angebotes im Gegenzug für den Zuschlag für sein Heimatland als WM-Gastgeber 2022 bestätigt und über eine drohende Sperre von 19 Jahren berichtet.

Zugleich bezeichnete der Milliardär die verbandsinternen Ermittler als "Killer im Auftrag von Herrn Blatter", weil stets lediglich Gegner des FIFA-Bosses aus dem Verkehr gezogen und keine ernsthaften Untersuchungen gegen Blatter geführt würden.

Ungeachtet seiner drohenden Ausbootung als Kandidat unterstrich Chung in London seinen Willen zu Reformen bei der FIFA: "Das FIFA-Abzeichen ist zu einem Symbol der Schande geworden. Ich möchte es wieder zu einem Symbol des Stolzes machen.

Chung gehört zum Kreis von bislang drei angetretenen Kandidaten für die Nachfolge von Blatter. Neben dem Asiaten wollen sich auch der ebenfalls angezählte UEFA-Chef Michel Platini (Frankreich) sowie der jordanische Prinz Ali bin Al Hussein auf dem FIFA-Kongress am 26. Februar 2016 in Zürich zur Wahl stellen.

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