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Die Steuerfahndung führt eine Razzia beim DFB durch
Der DFB ist wegen der Vergabe der Fußball-WM 2006 in Erklärungsnot © Getty Images

In der WM-Affäre sind erste Bedenken zur tatsächlichen Unabhängigkeit der Aufklärung durch die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) beauftragte Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer aufgekommen.

Der DFB bestätigte am Mittwoch auf SID-Anfrage einen Bericht der Wochenzeitung Die Zeit über eine private Bekanntschaft zwischen DFB-Präsidialbüroleiter Friedrich Curtius und Freshfields-Kanzleipartner Christian Duve.

"Es ist korrekt, dass Dr. Friedrich Curtius und Prof. Dr. Christian Duve bis zum 30. Juni dieses Jahres gemeinsam im Vorstand des Rotary Clubs Frankfurt Skyline tätig gewesen sind und sich über diese Verbindung kennen. Es besteht jedoch kein Zusammenhang mit der in der vergangenen Woche erfolgten Beauftragung der Kanzlei Freshfields. Diese erfolgte auf Empfehlung von Professor Christian Schertz, der den DFB juristisch berät", teilte der DFB mit.

Freshfields wies auf Zeit-Anfrage die Möglichkeit von Interessenkonflikten zurück. "Die Ermittlungen der Kanzlei werden ohne Ansehen der Person von mehreren Anwälten geführt. Die Bekanntschaft zwischen einem der Partner und einem Mitarbeiter des Präsidenten berühren die Aufklärung nicht", betonte Kanzlei-Sprecher Jan Beßling.

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