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Franz Beckenbauer gerät in der Sommermärchen-Affäre immer mehr in Bedrängnis
Franz Beckenbauer gerät in der Sommermärchen-Affäre immer mehr in Bedrängnis © Getty Images

Nach dem Rücktritt von Wolfgang Niersbach rückt jetzt der Fokus auf Franz Beckenbauer. DFB-Interimspräsident Roland Koch fordert endlich Klarheit vom "Kaiser".

Nach dem Rücktritt von DFB-Boss Wolfgang Niersbach hat Interimspräsident Rainer Koch wegen der Affäre um die WM 2006 in Deutschland Franz Beckenbauer in die Pflicht genommen.

Der damalige Chef des WM-Organisationskomitees müsse sich "intensiver in die Aufklärung der Vorgänge einbringen", sagte Koch dem ZDF: "Das ist auch die große Bitte der gesamten Spitze des DFB, diese Fragen zu beantworten."

Beckenbauer hatte unlängst zwar vor den externen DFB-Ermittlern ausgesagt, mit einer keineswegs erhellenden Mitteilung am 26. Oktober öffentlich aber viele Fragen offen gelassen. Beckenbauer müsste allem Anschein nach wissen, was es mit der dubiosen Zahlung von 6,7 Millionen Euro (damals zehn Millionen Schweizer Franken) auf sich hat.

Laut der Süddeutschen Zeitung soll bei den Ermittlungen im DFB ein belastender Vertragsentwurf aus dem Jahr 2000 gefunden worden sein. Niersbach hatte am Montag nach einer Präsidiumssitzung in Frankfurt/Main wohl auch deshalb seinen Rücktritt als Verbandsboss erklärt.

Der 64-Jährige soll erst in der vergangenen Woche von dem in der SZ geschilderten Vorgang erfahren haben.

Um das besagte Dokument soll sich laut SZ ein anderes Mitglied des deutschen Bewerber- bzw. Organisationskomitees gekümmert haben. Ob der Entwurf auch verwirklicht wurde, blieb zunächst unklar, zumindest "sei das eigentlich zuständige DFB-Präsidium nicht damit befasst worden".

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