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Das Gladbacher Präsidiumsmitglied lobt im Volkswagen Doppelpass den neuen Coach Andre Schubert in den höchsten Tönen. Kritik an Favre will er nicht aufkommen lassen.

Trainer-Legende Hans Meyer hat den Trainerwechsel bei Borussia Mönchengladbach als "Erlösung" bezeichnet.

Im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 sagte Meyer: "Vom ersten Tag an, als Andre Schubert da war, hatte man das Gefühl: Es läuft. Seitdem machen sie es prächtig."

Über den Unterschied zwischen Lucien Favre und Andre Schuber sagt Meyer: "Wir sind gegenüber der vier Jahre mit Lucien Favre etwas anfälliger nach hinten. Die Art wie wir uns freispielen trägt auch ganz klar noch Favres Handschrift. Lucien hat das ganze jedoch etwas weiter hinten angesetzt. Unser jetziger Trainer hat eine gute Mannschaft übernommen. Er hat ein paar richtig gute Dinge gemacht. Er legt das ganze auf der Basis von Lucien Favre etwas höher und aktiver an. Es ist das normalste auf der Welt, dass sich das negativ auf die Defensive auswirkt. Aber das wird er auch noch in den Griff bekommen. Wie wir nach einem 1:3 in der Lage sind, den Kopf oben zu behalten und den Gesamtrhythmus mit internationalen Spielen wegzustecken - da kann man nur den Hut ziehen."

Die guten Leistungen erklärt er sich so: "Das Selbstvertrauen kommt, weil wir gewonnen haben. Man hatte das Gefühl, der Trainerwechsel war eine Erlösung. Was bei uns diese Saison gelaufen ist, ist nur mit einer Sache zu erklären: Der Ball ist rund."

Meyer warnte allerdings vor einem zu euphorischen Umgang mit dem derzeitigen Erfolg. "Als wir vor ein paar Jahren mit Nürnberg den Pokal gewonnen haben, habe ich den Fans gesagt: Ab jetzt verlieren wir kein Spiel mehr. Ein halbes Jahr danach war ich rausgeschmissen", sagte Meyer.

Für den 73-Jährigen ist die Gladbacher Aufholjagd in Hoffenheim ein Paradebeispiel für die Moral der Mannschaft. "Wie wir nach einem 1:3 in der Lage sind, den Kopf oben zu behalten und den Gesamtrhythmus mit internationalen Spielen wegzustecken - da kann man nur den Hut ziehen", lobte Meyer.

Das Gladbacher Präsidiumsmitglied gestand ein, dass mit der Beförderung Schuberts vom interims- zum Chefcoach "aufgrund seiner Ergebnisse eine neue Erwartungshaltung" an den Trainer entstanden sei.

In Bezug auf den verkorksten Saisonstart mit dem Wirbel um den Rücktritt Favres wollte Meyer keine Kritik an dem Schweizer aufkommen lassen: "Wir sprechen über fantastische vier Jahre, die er unserem Klub besorgt hat", sagte er.

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