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Salman bin Ebrahim Al Khalifa
Salman bin Ebrahim Al Khalifa bewirbt sich um die Nachfolge von Sepp Blatter © Getty Images

Der Präsidentschaftskandidat Scheich Salman hinterlässt offenbar einen guten Eindruck. Doch der DFB-Interimspräsident Reinhard Rauball warnt vor voreiligen Schlüssen.

Im Wahlkampf um das Präsidentenamt im Fußball-Weltverband FIFA hat Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (50) aus Bahrain offenbar Pluspunkte gesammelt.

"Wie ich gehört habe, hat Scheich Al Khalifa bei seiner Vorstellung vor 23 Profi-Ligen in Paris einen guten Eindruck hinterlassen", sagte DFB-Interimspräsident Reinhard Rauball (68) der Sport Bild (Mittwochsausgabe).

Der Ligapräsident schränkte jedoch ein: "Ob dieser Auftritt ein Fingerzeig war, kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht beurteilen."

Und weiter: "Wir werden uns mit Blick auf das Votum des deutschen Fußballs rechtzeitig zunächst intern, aber natürlich auch mit den Kollegen in der UEFA gemeinsam über das weitere Vorgehen abstimmen." Grundsätzlich stehe der Deutsche Fußball-Bund (DFB) allen Kandidaten offen gegenüber.

"Der Fußball wurde in der Vergangenheit im Wesentlichen sportlich durch die Europäer und Südamerikaner dominiert. Entscheidend ist in der schlechten Situation, in der sich die FIFA befindet, aber nicht, aus welchem Erdteil der neue Präsident kommt", sagte Rauball: "Wichtig sind vor allem der Charakter und der Wille, die FIFA wieder auf den richtigen Pfad zu bringen."

Neben Scheich Salman wollen der Südafrikaner Tokyo Sexwale (62), der Franzose Jérôme Champagne (57), UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino (45/Schweiz) und der Jordanier Prinz Ali bin Al Hussein (39) am 26. Februar 2016 zum Nachfolger des derzeit suspendierten Schweizers Joseph S. Blatter (79) gewählt werden. Hoffnungen macht sich auch noch der ebenfalls derzeit suspendierte UEFA-Chef Michel Platini (60/Frankreich).

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