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Der DFB wird in den kommenden Wochen Prüfungen vornehmen, ob eine Forderung nach einem Niersbach-Rücktritt aus seinen privaten Ämtern gestellt werden soll.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) behält sich wegen der WM-Affäre eine Forderung nach dem Rücktritt seines früheren Präsidenten Wolfgang Niersbach als Mitglied der Exekutivkomitees des Weltverbandes FIFA und der Europa-Organisation UEFA vor.

"Insgesamt wird es diskutiert, sachlich, juristisch und auch personell. Entscheidungen müssen gründlich überlegt sein. Es sollen dazu die entsprechenden Gremien einbezogen werden", erklärte DFB-Interimschef Reinhard Rauball auf der DFB-Pressekonferenz zur Vorlage des Freshfields-Berichtes. Für die notwendige Prüfung stellte Rauball einen Zeitraum von mehreren Wochen in Aussicht.

Niersbach war im Oktober wegen der Affäre um eine wahrheitswidrig deklarierte Zahlung der Organisatoren der WM-Endrunde 2006 in Deutschland von 6,7 Millionen Euro an den Weltverband FIFA zurückgetreten. Der Freshfield-Bericht belegt, dass Niersbach entgegen früheren Angaben bereits im Juni 2015 Kenntnisse über die öminösen Vorgänge erlangt und eine entsprechende Information der Verbandsspitze abgelehnt hatte.

Seine Positionen in den internationalen Verbänden sind persönliche Ämter, so dass der DFB den 65-Jährigen nicht abberufen könnte.

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