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Frankfurt am Main - Gemeinsam mit Bruder Robert soll Niko Kovac Eintracht Frankfurt vor dem Abstieg retten. Er gibt sich selbstbewusst - und macht den Spielern klare Ansagen.

Niko und Robert Kovac sollen Eintracht Frankfurt vor dem Absturz in die 2. Liga bewahren - und nehmen die Mission Klassenerhalt voller Tatendrang in Angriff.

"Ich bin hierhergekommen, um die Liga zu halten. Da bin ich absolut zuversichtlich", sagte Niko Kovac bei seiner Vorstellung als neuer Cheftrainer am Dienstagmittag (Die Pressekonferenz zum Nachlesen).

Wie zuvor von SPORT1 berichtet, übernimmt der 44-Jährige die Nachfolge von Armin Veh, Bruder Robert assistiert ihm, beide bekamen einen Vertrag bis 2017, der nur für die Bundesliga gültig ist.

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"Jeder spielt um seine Existenz"

Der ältere Kovac-Bruder legte direkt einen selbstbewussten Auftritt hin, unaufgeregt im Ton, aber klar in der Sache. 

Er komme zwar "nicht mit dem Dampfhammer", aber: "Ich erwarte absolute Hingabe, Leidenschaft und Disziplin. Der Druck auf die Spieler muss erhöht werden. Jeder spielt auch um seine Existenz".

Kovac war bis September 2015 Nationaltrainer seines Heimatlandes, Bruder Robert (41) assistierte ihm als Co-Trainer und wechselt nun in gleicher Funktion mit nach Frankfurt. "Wir werden vorangehen, werden Vorbild sein und positiv", sagte Niko Kovac, der sich und seinen Bruder als blendend funktionierendes Duo darstellte: "Wir haben dieselbe Art, den Fußball zu sehen."

Der erste Trainerjob in Deutschland

Die Kovac-Brüder waren schon als Spieler in der Bundesliga gemeinsam beim FC Bayern und bei Bayer Leverkusen aktiv, nun folgt der erste gemeinsame Trainerjob in Deutschland - und der hat es gleich in sich. 

Neun Spieltage vor dem Saisonende schwebt die Eintracht in akuter Abstiegsgefahr. Nach sieben Spielen ohne Sieg sind die Hessen auf den Relegationsplatz abgerutscht und haben zwei Punkte Rückstand auf Rang 15.

Markus Gisdol, Jens Keller, Kosta Runjaic, Jos Luhukay, Mirko Slomka - die Liste der Trainerkandidaten war lang, am Ende machte der als Vereinscoach noch unerfahrene Kovac das Rennen.

Bruchhagens letzter Schuss

"Wir wollen einen Neubeginn starten", begründete Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen das Vereinsvotum. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen.

Bruchhagen, der den Tabellen-16. selbst nach der laufenden Saison verlassen wird, weiß: Sein letzter Schuss muss sitzen. Damit seine 13 Jahre in Frankfurt nicht mit dem Abstieg enden, sollte möglichst schon am Samstag bei Borussia Mönchengladbach eine Kehrtwende her.

"Es muss das Ziel von Niko Kovac sein, die Kräfte der Mannschaft zu mobilisieren, um den Klassenerhalt zu sichern. Wir sind überzeugt, dass er dies erreichen wird", sagte Bruchhagen.

Kovac deutete an, dass er den Weg dorthin vor allem in einer Verbesserung der Defensivarbeit und dem Umschaltspiel sieht: "Wir müssen schnell lernen, wir müssen viel lernen und wir müssen die taktischen Fehler aufarbeiten."

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