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Hannover 96 gewinnt den DFB-Junioren-Vereinspokal. Mit Daniel Stendel an der Seitenlinie ringt 96 Titelverteidiger Berlin nieder. Die Entscheidung fällt spät.

Hannover 96 hat den Pokal der U 19-Junioren gewonnen.

Im Finale gegen Titelverteidiger Hertha BSC setzte sich Hannover mit 4:2 (2:2) durch. Erst mit zwei Toren in der Schlussphase krönte sich 96 zum Sieger.

Den Sieg widmete das Team Niklas Feierabend, der am 1. Mai im Alter von 19 Jahren bei einem Autounfall gestorben war. 

"Niklas, wir haben den Pott", rief Trainer Daniel Stendel im SPORT1-Interview.

Stendel war in der abgelaufenen Rückrunde von den A-Junioren zu den Profis gewechselt, übernahm aber für das Endspiel noch einmal seine Jungs.

Zu denen hatte auch Feierabend gehört. Das Talent hatte die A-Jugend mit seinen Leistungen ins Finale geführt.

Auch Torschütze Elias Huth dachte nach dem Spiel an Feierabend: "Wir haben es für Niklas gemacht."

Niklas Feierabend verstab am 1. Mai nach einem Autounfall © Getty Images

Hertha vergibt Foulelfmeter

Huth brachte Hannover mit dem 1:1-Ausgleich in der 23. Minute zurück ins Spiel.

In der 30. Minute setzte Mohamad Darwish sogar noch einen drauf. Nachdem Berlins Torhüter Leon Valentin im Strafraum Huth ungestüm zu Fall gebracht hatte, nutzte Darwish das Geschenk vom Punkt zu Hannovers Führung.

Noch vor dem Pausenpfiff schlug Berlin vor 4.500 Zuschauern im Berliner Olympiapark aber zurück. Leon Jensen fasste sich aus der Distanz ein Herz und knallte den Ball in der Nachspielzeit zum 2:2 in die Maschen.

Unter den Zuschauern in Berlin waren neben Otto Rehhagel und Christoph Daum auch der frühere Hannover-Trainer Mirko Slomka, dessen Engagement bei 1860 München noch nicht in trockenen Tüchern ist.

In der 48. Minute verpasste Hertha das 3:2, als Kapitän Damir Bektic per Foulelfmeter an Toni Neubauer scheiterte.

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Ritzka sorgt für Entscheidung

Die Entscheidung im spannenden Endspiel fiel spät. Darwish lief in der 84. Minute nach einem Fehler von Torunarigha allein auf Valentin zu und ließ ihm per Tunnel keine Chance. Nur wenige Minuten später verpasste Patrice Epale Otto das 4:2, als er aus wenigen Metern freistehend das Kunststück fertig brachte, den Ball am leeren Tor vorbeizuschieben.

Patrice Epale Otto vergab eine Großchance kläglich
Patrice Epale Otto vergab eine Großchance kläglich © SPORT1

Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Lars Ritzka, der in der Nachspielzeit nach einem Freistoß den Abstauber ins Tor drückte und für Jubel bei Stendel sorgte.

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