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Sepp Blatter distanziert sich erneut von Korruptionsvorwürfen. Der ehemalige FIFA-Präsident habe aber "mit eigenen Augen gesehen, wie geschummelt wurde".

Sepp Blatter hat durch Aussagen über fingierte Auslosungen in einem Interview mit der argentinischen Tageszeitung La Nacion für Wirbel gesorgt.

Der ehemalige FIFA-Präsident distanzierte sich erneut von allen Korruptionsvorwürfen und sagte, er "habe ein ruhiges Gewissen".

Dass in der Vergangenheit bei Auslosungen von Fußball-Großereignissen nicht alles korrekt abgelaufen sei, bestätigte der Schweizer jedoch - allerdings sei dies nicht direkt bei der FIFA, wohl aber in europäischen Wettbewerben passiert.

"Ich habe es mit eigenen Augen gesehen, wie geschummelt wurde", so der 80-Jährige: "Es ging um einen europäischen Wettbewerb. Nur einer hat das gekonnt. Es war ein Italiener. Man kann die Kugeln, die gezogen werden, kennzeichnen. Oder man kann sie heiß machen, wenn sie vorher gekühlt wurden. Ich war Zeuge."

Es habe sich bei der Person um Artemio Franchi gehandelt, den 1983 verstorbenen ehemaligen UEFA-Präsidenten.

Blatter selbst hatte nach eigener Aussage jedoch dabei keine Hand im Spiel: "Ich habe nie Lose gezogen! Andere Präsidenten haben das gemacht. Sie haben die Kugeln selbst aus dem Topf genommen. Ich war sauber bis zum Letzten."

Die UEFA teilte mit, dass die Vorwürfe "komplett absurd" seien und es daher keinen Sinn mache, weiter darauf einzugehen.

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