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Gianni Infantino ist Nachfolger von Sepp Blatter
Gianni Infantino hatte bei Amtsantritt als FIFA-Präsident Besserung gelobt © Getty Images

Abermals werden Vorwürfe gegen die FIFA laut: Diesmal betreffen sie den neuen Präsidenten Gianni Infantino selbst. Dieser hatte unlängst noch Besserung versprochen.

Diverse Gelöbnisse, dass alles besser, gerechter und weniger korrupt werde, waren mit Gianni Infantinos Wahlkampf um das Amt des FIFA-Präsidenten einhergegangen.

Doch nun erhebt die Schweizer Sonntagszeitung schwere Vorwürfe gegen den Weltverbands-Boss.

Nach Informationen der Sonntagszeitung wurden nach der Entlassung von Ex-Generalsekretär Markus Kattner und dem Abgang von Chefkontrolleur Domenico Scala zwei weitere führende Mitarbeiter gefeuert. Dabei handele es sich um den Chef des internen Reisebüros und den Protokollführer des Generalsekretariats.

Hat Infantino Kritiker kaltgestellt?

Die beiden hätten gegenüber der FIFA-Ethikkommission behauptet, dass es auch unter Infantino weiterhin Interessenskonflikte, Verstöße gegen interne Regeln und ungerechtfertigte finanzielle Vorteile gebe. Kurz darauf sei für sie Schluss gewesen. Offizielle Begründung: Restrukturierungsmaßnahmen.

Ferner wird Infantino vorgeworfen, er habe Reisen mit Privatjets der russischen und katarischen Regierung angetreten. Die beiden Länder sind Ausrichter für die kommenden WM-Turniere und erwarten dafür Zuschüsse seitens der FIFA. Da besagte Zuschüsse jedoch noch nicht festgelegt sind, könnte es sich um illegitimen Lobbyismus handeln - also Bestechung.

Und auch für seine Freunde soll Infantino auf Kosten der FIFA sorgen. Laut Sonntagszeitung lässt er diese regelmäßig von Genf nach Zürich fliegen.

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