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Franz Beckenbauer war Chef des WM-OK 2006, Fedor Radmann bis 2003 sein Vize
Franz Beckenbauer war Chef des WM-OK 2006, Fedor Radmann bis 2003 sein Vize © Getty Images

Salzburg und München - Die Schweizer Ermittler haben das Haus von Franz Beckenbauer angeblich zwei Stunden lang durchsucht. Auch bei seinem langjährigen Vertrauten rücken sie ein.

Im Skandal um die Vergabe der Fußball-WM 2006 nach Deutschland haben Ermittler der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) am Donnerstag das Haus von Franz Beckenbauer in Salzburg offenbar zwei Stunden lang durchsucht.

Dies berichtet die Bild-Zeitung. Die BA hatte zuvor bereits bestätigt, dass insgesamt acht Razzien durchgeführt wurden. Laut Bild waren auch Funktionäre des Fußball-Weltverbandes FIFA betroffen. Dem Schweizer Tagesanzeiger zufolge wurde auch das Anwesen von Beckenbauers langjährigem Vertrauten Fedor Radmann ins Visier genommen, die BA bestätigte Ermittlungen gegen Beckenbauers einstigen OK-Vize.

"Franz Beckenbauer hat die Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft unterstützt, seit er davon Kenntnis hatte, und an der heutigen Durchsuchung konstruktiv mitgewirkt. Er kooperiert auch weiterhin mit allen beteiligten Behörden", ließ Beckenbauer am Donnerstag laut Bild über seine Anwälte ausrichten.

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Verdacht auf Geldwäsche und Untreue

Die BA hatte am Donnerstag bestätigt, dass bereits am 6. November 2015 ein Strafverfahren gegen die WM-Organisationsbosse um Beckenbauer eingeleitet wurde.

Es geht um den "Verdacht des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der Geldwäscherei sowie der Veruntreuung". Neben Beckenbauer werden die früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger (71) und Wolfgang Niersbach (65) sowie der ehemalige Generalsekretär Horst R. Schmidt (74) beschuldigt. Für alle Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

Laut Schweizer Bundesanwaltschaft sind die "Hausdurchsuchungen oder begleitete Editionen" in "enger Koordination und Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden Österreichs sowie Deutschlands und unterstützt vom Bundesamt für Polizei (fedpol)" geschehen. Zudem wurden nach Angaben der BA "verschiedene Beschuldigte durch die Bundesanwaltschaft, oder im Auftrag der Bundesanwaltschaft einvernommen".

Die BA ist zuständig, weil die damaligen finanziellen Transaktionen weitgehend über Schweizer Konten durchgeführt wurden.

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