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Germany - Training & Press Conference
Reinhard Grindel rechnet mit weiteren Enthüllungen im WM-Skandal © Getty Images

Der DFB-Präsident sieht die Ermittlungen in der WM-Affäre als noch nicht abgeschlossen. Doch der DFB habe sein Bestmögliches bei den Ermittlungen getan.

Ein Jahr nach der Aufdeckung des WM-Skandals schließt DFB-Präsident Reinhard Grindel weitere Enthüllungen nicht aus.

"Wir haben natürlich selbst versucht, uns ein Bild vom Geschäftsgebaren des WM-OK 2006 und früherer Führungskräfte des DFB zu machen. Dabei haben wir das Problem, dass zahlreiche Akten immer noch bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft sind. Vor einer abschließenden Bewertung der Arbeit des WM-OK müssen wir die Ermittlungen abwarten", sagte Grindel der dpa.

Doch der DFB habe alles in seiner Macht stehende getan, um die Aufklärung voranzutreiben, sagte Grindel. "Wir haben den Zahlungsfluss der 6,7 Millione Euro vollständig aufgeklärt. Wir wissen, dass das Geld im Jahr 2002 auf einem Konto der Firma Kemco gelandet ist, die dem früheren FIFA-Funktionär Bin Hammam zugeordnet werden kann. Was er mit dem Geld gemacht hat, kann nur er selbst beantworten. Mit uns will er darüber zumindest nicht reden. Vielleicht kommen die Staatsanwaltschaften in Deutschland oder der Schweiz hier weiter."

Grindel vertraut Beckenbauer

Die Rolle von Franz Beckenbauer rückt immer mehr in den Fokus. Doch Grindel ist der Meinung, dass Beckenbauer alles gesagt habe. "Ich gehe nach wie vor davon aus, dass uns Franz Beckenbauer alles gesagt hat, was er weiß."

Den Gesamtschaden durch die WM-Affäre könne man laut Grindel noch nicht abschließend beziffern da noch staatsanwaltliche Ermittlungen liefen. Doch einen Nachteil für die deutsche Bewerbung um die EM 2024 fürchtet der DFB-Präsident nicht: "Die Führung der UEFA und viele meiner Kollegen in den anderen nationalen Verbänden erkennen unsere Bemühungen sehr wohl an, im neuen DFB für Good Governance, für Transparenz und Compliance zu sorgen."

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