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Marcus Piossek (r.) im Spiel gegen Arminina Bielefeld
Marcus Piossek drängt auf einen Wechsel in die 2. Bundesliga © Getty Images

Drittliga-Profi Marcus Piossek von Preußen Münster will für seine Freigabe beim Transfer zu einem Zweitligisten ungewöhnliche Wege gehen.

Er wolle "das Geld, das ich in Lautern oder woanders monatlich mehr verdienen könnte, komplett an Preußen abtreten. Und zwar über die gesamte Laufzeit meines Vertrages", sagte der Mittelfeldspieler der Bild-Zeitung: "Zusätzlich zur Ablöse-Zahlung des neuen Klubs wäre das - allein für mich - eine deutlich sechsstellige Summe. Viel Geld für einem 26-Jährigen Spieler aus der 3. Liga."

Piossek war vom 1. FC Kaiserslautern und weiteren Zweitligisten umworben worden, die vom Aufstieg träumenden Münsteraner lehnten einen Wechsel aber mit Verweis auf den bis 2016 laufenden Vertrag ab. Piossek beteuerte, es gehe ihm "nicht um die Kohle, sondern um die sportliche Perspektive" und "er wolle, dass Preußen entsprechend fair entschädigt wird."

Doch über seinen aktuellen Verein findet der bei Borussia Dortmund in der Jugend ausgebildete Piossek nicht nur positive Worte. "Mal ehrlich: Preußen zählt diese Saison nicht zum Kreis der Topfavoriten. Mit mir reicht's in Normalform vielleicht zu Platz 6, ohne mich zu Rang 9. Dafür aber ist meine große Chance futsch."

Sein Verhältnis zum Vorstand habe zudem "einen irreparablen Knacks", deshalb werde er den Verein spätestens im nächsten Sommer verlassen: "Nächstes Jahr ist hier definitiv Schluss für mich. Spätestens!"

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