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Das erste Duell zwischen dem FCM und Hansa seit 25 Jahren wurde von Ausschreitungen überschattet © Imago

Rostock - Im ersten Ligaduell seit 25 Jahren trennen sich Rostock und Magdeburg unentschieden. Für die negativen Höhepunkte sorgen beide Fanlager - mit ersten Konsequenzen.

Das erste Ligaspiel zwischen Hansa Rostock und dem 1. FC Magdeburg seit 25 Jahren ist wie befürchtet von Ausschreitungen überschattet worden.

Vor, während und nach dem 1:1 (0:0) am Mittwochabend zwischen den Drittligisten im Rostocker Ostseestadion sorgten randalierende Chaoten wieder einmal für Negativschlagzeilen.

"Ich muss ganz deutlich sagen: Das kotzt mich richtig an", meinte Hansa-Klubchef Michael Dahlmann.

Als Reaktion auf die Krawalle wird im nächsten Heimspiel gegen Dynamo Dresden am 3. Oktober (14.00 Uhr) die Südtribüne im Ostseestadion geschlossen bleiben. Das gab Dahlmann am Freitag bekannt und betonte: "Die Grenze ist überschritten."

Das hitzige Duell zwischen den früheren DDR-Oberligisten vor 16. 300 Zuschauern musste bereits in der 2. Minute unterbrochen werden, weil in beiden Fanblöcken Bengalos und Rauchbomben gezündet worden waren.

Schiedsrichter Sven Jablonski schickte beide Teams in der 10. Minute für rund eine Viertelstunde in die Kabinen, erst danach beruhigte sich Lage.

Nach dem Abpfiff entluden sich die Aggressionen einiger Chaoten aber in Richtung der Polizei. Etwa 100 Vermummte, die laut Polizeiangaben dem Fanspektrum des FC Hansa zuzuordnen sind, bewarfen mit Steinen das neue Polizeizentrum in der Ulmenstraße.

Dabei wurde eine Fassade und eine Fensterscheibe beschädigt.

Bereits bei der Anreise der Magdeburger Fans war es zu Übergriffen gekommen. Auf der Höhe der Ortschaft Neu Lübsdorf wurde der Zug mit Gegenständen durch mehrere vermummte Täter beworfen.

Auf dem unmittelbaren Weg zum Ostseestadion war es zu körperlichen Auseinandersetzungen mit Hansa-Rowdys gekommen. Die Polizei setzte 85 Beteiligte fest und nahm deren Identitäten auf.

Insgesamt waren 1300 Polizeibeamte im Einsatz. Es wurden Ermittlungen unter anderem wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz sowie wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.

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