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Marc Lorenz
Wehen Wiesbadens Marc Lorenz traf in dem Test zum 3:1-Endstand © Getty Images

Bei der Partie von Drittligist Wehen Wiesbaden gegen Gladbach II soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Beide Teams wundern sich über "Slapstick-Elfmeter".

Das Testspiel zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und der 2. Mannschaft von Borussia Mönchengladbach (3:1) steht unter Manipulationsverdacht.

Dies bestätigten der hessische Klub dem Wiesbadener Kurier und die Rheinländer dem SID. Wehen wurde von der Sportsradar AG, die im Auftrag des DFB und der DFL Spiele auf sportwettenbezogene Manipulationen überwacht, auf Unregelmäßigkeiten bei der Partie im Trainingslager im türkischen Side aufmerksam gemacht. Den Borussen wurde dies auf Nachfrage bestätigt.

"Die Wetten sollen in Asien platziert worden sein", erklärte Borussia-Sprecher Markus Aretz: "Dabei soll auf eine bestimmte Anzahl von Toren gewettet worden sein." Da es in dem Spiel "zwei sehr fragwürdige Elfmeter gab, ist das im Nachhinein nicht die riesengroße Überraschung."

"Slapstick-Elfmeter" sorgen für Verwunderung

Diese Entscheidungen waren so offensichtlich kurios, dass Wehens Trainer Sven Demandt schon direkt nach dem Spiel von einem "Elfmeter-Geschenk des Schiris" gesprochen hatte, sein Kollege Arie van Lent im zweiten Fall gar von einem "Slapstick-Elfmeter".

"Ich habe auf der Tribüne gesessen und mich gefragt: 'Was geht denn hier ab?", berichtete Mönchengladbachs Vizepräsident, der 1974er-Weltmeister Rainer Bonhof, der Bild. Die Borussia sagte bei den Ermittlungen "jede Hilfestellung" zu.

Wehens Sportdirektor reagiert entspannt

Beide Vereine verwiesen darauf, dass Wehen das Spiel über eine Agentur organisiert habe, die offenbar auch den Schiedsrichter besorgt hat.

Wehens Sportdirektor Christian Hock erklärte: "Wir haben das Spiel ordnungsgemäß beim DFB angemeldet. Mit dieser Agentur arbeiten wir schon immer zusammen. Wir wurden nach dem Spiel vom DFB informiert. Wir selbst müssen da jetzt nichts machen, wir sind ganz entspannt."

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