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Sören Eismann (Mitte, Nummer 23) muss sich etliche Vorwürfe gefallen lassen © Imago

Nach seinem auf äußerst unsportliche Weise erzielten Tor entschuldigt sich Sören Eismann. Jenas Akteur hatte eine faire Geste des Gegners eiskalt ausgenutzt.

Einen Tag nach seinem Skandaltor in der 3. Liga hat Carl Zeiss Jenas Sören Eismann um Entschuldigung gebeten.

"Ich kann nur sagen, dass ich die Situation, wie das Tor entstanden ist, sehr bedauere. Ich möchte mich bei all denen, für die ich mit meinem Verhalten gegen den Fairplaygedanken verstoßen habe, entschuldigen", ließ Eismann via Jenas Twitter-Account ausrichten.

Der Mittelfeldspieler hatte das 1:2 gegen den SV Meppen (Endstand 2:2) am Samstag auf äußerst unsportliche Weise erzielt: Er stibitzte den Ball seinem überraschten Gegenspieler Nico Granatowski, der das Spiel nach einem Zweikampf mit Verletzungsfolge fair unterbrechen wollte.

Eismann-Tor lös Rudelbildung aus

Der Jenaer Julian Günther-Schmid war zuvor verletzt liegengeblieben. Eismann rannte dennoch los und schlenzte den Ball ins Tor (58.).

Schiedsrichter Benjamin Bläser hatte das Spiel weiterlaufen lassen und sah sich anschließend im Mittelpunkt des Chaos. Die Meppener Spieler protestierten minutenlang, es wurde geschubst und gestikuliert. (Hier gibt es die Szene im Video)

"Ich habe auf dem Platz binnen Sekundenbruchteilen eine Entscheidung getroffen und das in einem Moment, wo das Spiel durch den Schiedsrichter nicht unterbrochen wurde. In diesem Moment habe ich das Hereinwinken des Meppener Spielers durch den Schiedsrichter als Aufforderung zum weiterspielen interpretiert", heißt es in dem Statement von Eismann.

"Nicht stolz auf diese Szene"

Bereits nach dem Spiel hatte sich Meppens Trainer Christian Neidhart erbost über die Szene gezeigt: "Jeder, der mit Jena verbunden ist, sollte sich Gedanken machen, ob man auf so eine Situation stolz sein kann."

"Mir fehlen die Worte. Wenn jemand in dieser Situation sagt, er hätte nichts gehört oder gesehen, muss komplett blind sein oder seine Augen geschlossen haben." Auch Jenas Trainer Mark Zimmermann zeigte sich "nicht stolz auf diese Szene".

Zu allem Überfluss fiel in der 82. Minute noch das 2:2. Torschütze: Sören Eismann.

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