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Karl-Heinz Rummenigge ist seit 2002 Vorstandschef des FC Bayern
Karl-Heinz Rummenigge ist seit 2002 Vorstandschef des FC Bayern © getty

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat mehrere Bundesliga-Konkurrenten für den aus seiner Sicht zu frühen Saisonbeginn harsch kritisiert.

"Ich hatte bei einem Manager-Treffen der Liga einen Antrag gestellt, dass die Bundesliga nach der WM nicht am 22., sondern erst am 29. August los geht. Das wurde abgelehnt, mit der Begründung, es sei die einzige Chance, Bayern mal Probleme zu bereiten", sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern der "Bild"-Zeitung.

Die Kritik richtete sich jedoch ausdrücklich nicht an die Deutsche Fußball Liga (DFL).

Rummenigge hatte sich für seine Spieler mehr Urlaub gewünscht, da zahlreiche Bayern-Profis bei der Weltmeisterschaft in Brasilien zum Einsatz kamen.

"Ich vermisse die Solidarität gegenüber den Klubs, die viele Spieler zur WM schicken. Bei Dortmund waren es auch acht oder neun", führte der Europameister von 1980 aus.

Die Bayern hatten die Bundesliga in den vergangenen beiden Spielzeiten nach Belieben dominiert und wurden mit 25 beziehungsweise 19 Punkten Vorsprung auf den jeweiligen Zweiten Borussia Dortmund Meister.

Motivationsprobleme bei den deutschen Nationalspielern nach der gewonnen Weltmeisterschaft befürchtet Rummenigge nicht.

Grund für seine optimistische Einstellung ist Trainer Pep Guardiola: "Er hat damit Erfahrung: 2010 kamen auch viele seiner Barca-Spieler als Weltmeister zurück - und Barcelona hat danach den Meistertitel verteidigt und die Champions League gewonnen!"

Nach dem Abgang von Toni Kroos zu Real Madrid äußerte sich Rummenigge außerdem zur Kaderplanung des Rekordmeisters.

"Qualität kostet. Pep Guardiola sagt, er sei mit dem Kader zufrieden. Wir müssen aufpassen, dass der Konkurrenzkampf nicht zu extrem wird", sagte der Bayern-Chef. Er sei nicht sicher, ob man noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werde, so Rummenigge.

Der FCB hat bisher für die neue Saison Robert Lewandowski, Sebastian Rode und Juan Bernat verpflichtet.

Zudem feierte der lange verletzte Innenverteidiger Holger Badstuber am Freitag (Bericht) sein Comeback.

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