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Sebastian Rode (r.) hat beim FC Bayern einen Vertrag bis 2018

Bayern-Neuzugang Sebastian Rode spricht bei SPORT1 über das Spiel in Köln, die interne Konkurrenz und Guardiolas Lieblingsübung.

München - Das Kompliment war gewaltig.

"Ich mag es, mit Sebastian Rode zu arbeiten. Er ist ein guter Typ. Sebastian ist super", sagte Pep Guardiola über den Zugang des FC Bayern.

"Er ist laufstark, ist sehr gut im Gegenpressing. Er könnte noch etwas ruhiger am Ball werden, aber ich freue mich, dass er hier bei uns ist."

Einen Tag nach dieser Lobrede saß Rode beim 2:0 gegen den VfB Stuttgart aber nur auf der Bank.

Doch beim 4:0 über Paderborn durfte der ehemalige Frankfurter nun zum zweiten Mal in dieser Bundesliga-Saison bereits über volle 90 Minuten spielen.

Rode erfährt momentan beim FC Bayern, was es heißt im wohl härtesten Konkurrenzkampf der Bundesliga zu stehen und zugleich täglich das Pep-System buchstabieren zu lernen.

Der 23-Jährige agierte schon im defensiven Mittelfeld genauso wie als Außenverteidiger. Im SPORT1-Interview spricht er über seine Eingewöhnungszeit in München, Bayerns Anspruch und Konkurrent Xabi Alonso.

SPORT1: Herr Rode, der FC Bayern hat nun acht Pflichtspiele hinter sich, steckt mitten in der ersten heißen Saisonphase. Wie fällt das Zwischenfazit aus?

Sebastian Rode: Wir haben elf Punkte, wir hätten gerne auch auf Schalke und in Hamburg gewonnen. Doch wir haben auch einige verletzte Nationalspieler, die Mannschaft ist so erst knapp vier Wochen zusammen. Von daher sind wir ganz gut aufgestellt, Platz eins wollen wir jetzt nicht mehr hergeben.

SPORT1: Sehen Sie nach dem 4:0 gegen Paderborn auch Fortschritte in der Offensive?

Rode: Ja, es ist sehr wichtig, dass die Jungs vorne treffen wie jetzt Robert Lewandowski, Mario Götze und Thomas Müller. Durch die Tore bekommt die Offensive mehr Sicherheit und die brauchen wir für unser Spiel.

SPORT1: Am Samstag geht es nach Köln. Wie schätzen Sie den Aufsteiger ein?

Rode: Die Kölner werden sehr kompakt stehen, die Bayern haben sich ja in der Vergangenheit nicht leicht getan in Köln. Das wird hart.

SPORT1: Sie haben gegen Paderborn den zweiten Liga-Einsatz über 90 Minuten absolviert. Wie schwierig ist es eigentlich für Sie, sich angesichts der Verletzungsmisere immer wieder auf neue Mitspieler und Abläufe einzustellen?

Rode: Dank der Klasse, die hier vorhanden ist, ist es nicht schwer. Jeder ist individuell so gut das hinzubekommen. Für den Trainer ist es aber dennoch nicht einfach, im Training immer wieder neue Inhalte einzuüben.

SPORT1: Wie wohl fühlen Sie sich persönlich in München?

Rode: Bisher sehr wohl. Die Stadt ist sehr schön, die Jungs haben es mir auch sehr einfach gemacht. Nur das Wetter hätte ein bisschen besser sein können die ersten Monate.

SPORT1: Haben Sie sich schon an die vielen Kreiselspiele im Training gewöhnt? Das ist ja ein ganz typisches Element von Pep Guardiola.

Rode: Wir haben das auch bei Armin Veh in Frankfurt oft gemacht, aber nicht so exzessiv wie hier (schmunzelt). Es macht aber auf jeden Fall Spaß.

SPORT1: Was verlangt Guardiola von Ihnen, um der Mannschaft zu helfen?

Rode: Er verlangt viel von jedem einzelnen, gegen Paderborn habe ich zum ersten Mal rechts hinten gespielt. Das habe ich, finde ich, ganz ordentlich gemacht. Wo der Trainer mich braucht, spiele ich.

SPORT1: Der Konkurrenzkampf ist enorm, speziell im defensiven Mittelfeld. Wie ist es für Sie, an der Seite von Xabi Alsono zu trainieren und mit ihm auch um Spielzeit zu konkurrieren?

Rode: Man sieht auf dem Feld, welch ein herausragender Spieler er ist. In jeder Bedrängnis kann man ihn anspielen, die Ruhe am Ball ist bemerkenswert. Im Endeffekt kann ich nur lernen. Natürlich ist er ein Konkurrent auf meiner Position, aber wir haben so viele Spiele, dass ich auch zum Einsatz kommen werde.

SPORT1: Ist die aktuelle Situation für Sie mit den WM-Nachwehen und den Verletzungssorgen für Sie eine Chance?

Rode: Man muss sich erstmal an das Spielsystem von Pep Guardiola gewöhnen, die Anforderungen sind sehr groß. Sich darauf einzustellen, das geht nicht in ein oder zwei Monaten. Ich muss noch viel dazulernen, mal sehen, wie viele Spiele ich machen kann.

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