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Daniel Didavi (l.) im Duell mit Miiko Albornoz. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 6. Spieltags
Daniel Didavi (l.) im Duell mit Miiko Albornoz

Stuttgart - Der VfB Stuttgart schafft gegen ein extrem defensives Hannover 96 den Befreiungsschlag. Ein Verteidiger wird zum Matchwinner.

Der Bann ist gebrochen: Der VfB Stuttgart hat am 6. Spieltag seinen ersten Pflichtsieg in dieser Saison gefeiert.

Verteidiger Daniel Schwaab drückte den Ball in der 69. Minute der Partie gegen Hannover 96 im Fallen über die Linie.

Das 1:0 (0:0) war der erste Sieg für Stuttgart seit dem 20. April und einem 3:1 gegen Schalke 04. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh verließ damit zunächst die Abstiegsplätze.

Torwartwechsel beim VfB

Trotz klarer Überlegenheit und ein paar guten Gelegenheiten nach der Pause drohte der VfB, der unter der Woche nach der Entlassung von Sportvorstand Fredi Bobic immerhin ein 2:2 bei Borussia Dortmund erreicht hatte, ohne Heimspieltreffer zu bleiben: Die offensiv harmlosen Hannoveraner standen gut in der Defensive.

Miiko Albornoz hätte auch beinahe noch den Treffer von Schwaab verhindert, der Ball aber rollte erkennbar über die Linie.

Vor dem Spiel hatte Veh einen überraschenden Wechsel im Tor vorgenommen. Anstelle von Sven Ulreich schickte er Thorsten Kirschbaum zwischen die Pfosten.

Ulreich hatte seit seinem Aufstieg zur Nummer eins in der Saison 2010/2011 alle Spiele beim VfB bestritten - nur bei drei Partien in der Vorsaison fehlte er verletzt, und in allen drei wurde er von Kirschbaum vertreten. Am Dienstag hatte Ulreich in Dortmund allerdings den späten Ausgleich des BVB begünstigt.

Stuttgart macht das Spiel

Kirschstein bekam zunächst ebensowenig zu tun wie Kollege Ron-Robert Zieler auf der anderen Seite.

Hannover wartete auf den VfB hinter der Mittellinie, dort wurden die Räume dann so eng, dass die Gastgeber erhebliche Mühe hatten, überhaupt bis in den Strafraum zu kommen.

Eine Halbzeit lang arbeitete sich Stuttgart unverdrossen, aber auch einfallslos an der stabilen Defensive der Hannoveraner ab.

Die beste Chance vor der Pause besaß noch Christian Gentner, der den Ball freilich aus kurzer Distanz nicht über die Linie brachte (38.).

Premiere für Schwaab

In der wesentlich lebhafteren zweiten Halbzeit war dann zunächst ein paar Mal Zieler zur Stelle, um gegen Timo Werner (48., 53.) und vor allem Didavi (68.) zu retten - beim Treffer von Schwaab, der im 134. Bundesliga-Spiel erstmals traf, war er chancenlos.

Hannover wartete lange mit bemerkenswerter Geduld auf eine Konterchance. Die beste war zunächst jene in der 21. Minute, Hiroshi Kiyotake allerdings verzog den Ball; Ceyhun Gülselam tat es ihm später nach (63.).

Und kurz vor der Pause hätte beinahe Manuel Schmiedebach mit einem Schuss aus 35 Metern den sehr weit vor seinem Tor stehenden Kirschbaum überrascht - der Ball flog um Haaresbreite vorbei (44.).

Bei der wenig zwingenden Schlussoffensive von Hannover stand Kirschbaum dann richtig.

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