vergrößernverkleinern
Die Fans stehen beim Revierderby unter besonderer Beobachtung

Abseits des Pilot-Projektes um die reduzierte Zahl von Einsatzkräften bei Fußballspielen in NRW rüstet sich die Polizei für einen Großeinsatz beim 145. Revierderby am Samstag (15.30 Uhr) zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund.

"Es handelt sich um ein Hochbrisanzspiel und hat mit dem Versuch in NRW nichts zu tun", bestätigte Jürgen Karlisch, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Dortmund.

Mehrere Hundertschaften aus dem gesamten Bundesgebiet wie aus Sankt Augustin, dem pfälzischen Bad Bergzabern, dem hessischen Huenfeld oder auch Bayreuth sollen an Bahnhöfen und den Anreisewegen für Recht und Ordnung sorgen.

Auch Hubschrauber kommen zum Einsatz.

Uniformierte und zivile Beamte sollen Entwicklungen schon frühzeitig erkennen und auch die Einhaltung von Stadionverboten überwachen.

Bei gewaltbereiten Fans hat sich die Polizei konsequentes Vorgehen auf die Fahne geschrieben.

Weit vor der Begegnung fand ein reger Austausch der Polizeibehörden statt. "Wir haben die Geschehnisse bei anderen Derbys analysiert", meinte Torsten Sziesze von der Pressestelle der Polizei Gelsenkirchen.

Über 60.000 Zuschauer werden die Begegnung am Samstag im Stadion erleben, darunter geschätzte 6000 BVB-Fans.

Das für den Gästeblock reduzierte Kartenkontingent schaffe in der Arena größere Pufferzonen, die den Sicherheitskräften die Arbeit erleichtern sollen, so Sziesze.

In schlechter Erinnerung ist besonders die Begegnung vor einem Jahr am 26. Oktober auf Schalke (3:1 für Dortmund), als nach schweren Ausschreitungen 498 Stadion- und Geländeverbote ausgesprochen wurden.

Das Rückspiel in Dortmund am 25. März (0:0) wurde dagegen als "friedlichstes Derby aller Zeiten" registriert.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel