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Paderborn - Moritz Stoppelkamp schreibt beim SC Paderborn mit einem 83-Meter-Tor Geschichte. Für den Aufsteiger erfüllt sich nun ein Traum.

Der SC Paderborn mischt weiter die Bundesliga auf:

Erstmals im Oberhaus ein volles Haus, erstmals zu Hause gewonnen, erstmals an die Spitze der Tabelle gesprungen, und das auch noch durch ein 83-m-Rekordtor - der Aufsteiger schreibt sein Märchen unbeirrt fort.

Durch das 2:0 (0:0) gegen das stark in die Saison gestartete Elf von Hannover 96 grüßten die ungeschlagenen Ostwestfalen am Samstag um 17.20 Uhr von der Tabellenspitze.

Ein historischer Moment für den laut Trainer Andre Breitenreiter "krassesten Außenseiter der Bundesliga-Geschichte". Dennoch regierte vor allem ungläubige Freude bei den bodenständigen Westfalen.

Stoppelkamp trifft aus 83 Metern

"Tabellenführer! Boah! Das ist eine schöne Momentaufnahme. Aber es waren wieder nur drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt", befand Moritz Stoppelkamp, der mit seinem Rekordtor (News) weit aus der eigenen Hälfte (90.+3) den SCP in der Tabelle sogar vorbei an den punktgleichen Bayern beförderte.

"Der Torwart von 96 war draußen. Ich habe einfach auf das Tor geknallt, und der Ball ist reingerollt. Ich wusste nicht, dass ich so weit schießen kann", sagte Stoppelkamp bei "Sky".

So klang das Rekordtor bei SPORT1.fm

Elias Kachunga hatte mit seinem dritten Saisontreffer (71.) zuvor die Weichen für den Erfolg gestellt.

"Daraus kann der Fanshop eine Tapete machen"

Manager Michael Born pflichtete bei, dass dieser Moment wohl eher "etwas für die Fans" sei. Der Verein werde "nicht den Blick auf die Realität verlieren" - was allerdings nicht heißt, dass sich aus der Momentaufnahme kein Kapital schlagen ließe:

"Die Tabelle kann man ausschneiden. Daraus kann der Fanshop eine schöne Tapete machen."

Dabei wäre wenigstens ein wenig Stolz auf die starke Ausbeute von acht Punkten (auch dank drei Zu-Null-Spielen in Folge) durchaus angebracht. So attestierte Breitenreiter einmal mehr: "Wir haben gebrannt, wollten unbedingt den ersten Heimsieg. Alles bei uns ist ein Produkt harter Arbeit und kein Zufall."

Spitzenspiel beim FC Bayern

Für das fünfte Kapitel der eigenen Bundesligageschichte am Dienstag bei Meister FC Bayern München kann sich Breitenreiter große Motivationstricks sparen.

"Die Allianz Arena war für uns eine besondere Motivation in der letzten Saison. Nachdem wir dort gegen 1860 eingelaufen sind, haben wir uns gesagt: Wir kommen wieder, wenn das Stadion rot und voll ist."

Es wird keine normale Partie zwischen dem Rekordmeister und dem Underdog, sondern "ein echtes Spitzenspiel", wie Stoppelkamp befand.

Klingt wie ein Märchen, ist aber Realität.

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