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Frankfurt am Main - Der 1. FC Köln beendet gegen Eintracht Frankfurt endlich die Torflaute - aber die Betonabwehr bröckelt und schlägt sich selbst.

Aufsteiger 1. FC Köln hat nach 432 Minuten seine Torflaute beendet, aber die Belohnung unglücklich verpasst:

Die Rheinländer verloren bei Eintracht Frankfurt mit 2:3 (1:1), obwohl Marcel Risse (15.) die Gäste in Führung gebracht hatte.

Die Kölner, die zuvor in fünf von sechs Spielen ohne eigenen Treffer geblieben waren, kassierten damit die dritte Pleite in Folge und nähern sich der Abstiegszone.

Meier trifft doppelt

Vor 51.500 Zuschauern in Frankfurts ausverkaufter WM-Arena besiegelten ein Doppelschlag von Alexander Meier (44./54.) und nach dem zwischenzeitlichen FC-Ausgleich durch Jonas Hector (65.) ein Eigentor von Kevin Wimmer (79.) den dritten Saisonsieg der Eintracht.

Die Hessen feierten damit erstmals seit neun Jahren wieder einen Heimsieg gegen die Geißböcke und rückten in die Spitzengruppe der Tabelle vor. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Köln sorgt für Unruhe

In einer von Beginn an temporeichen Partie gaben zunächst die Gastgeber den Ton an. Doch in der Folge wurde schnell deutlich, dass sich das personelle Wechselspiel von Kölns Coach Peter Stöger auszahlte.

Der Österreicher hatte die in der vergangenen Partie gegen den FC Bayern München (0:2) auf die Tribüne verbannten Offensivkräfte Simon Zoller und Yuya Osako überraschend in die Startelf beordert.

Zoller scheitert an Wiedwald

Das bereits als "Krisen-Duo" verspottete Gespann sorgte auch für mächtig Unruhe in der Eintracht-Abwehr, die vor allen Dingen bei Steilpässen der Kölner große Schwächen offenbarte.

So wie in der zehnten Minute, als Zoller allerdings freistehend an Frankfurts Keeper Felix Wiedwald scheiterte, der im Kasten erneut Kapitän Kevin Trapp (Syndesmoseteilriss) vertrat.

Risse vollendet Vogts-Vorarbeit

Nur fünf Minuten später machte es Risse allerdings besser.

Nach klugem Pass von Kevin Vogt zirkelte der schnelle Linksaußen den Ball ins lange Eck und sorgte für die Führung des Aufsteigers, bei dem neben Kapitän Miso Brecko auch Anthony Ujah auf der Bank saß.

Frankfurt nur kurz geschockt

Die Platzherren zeigten sich knapp eine Woche nach dem Auswärtssieg beim Hamburger SV (2:1) nur kurz geschockt.

Haris Seferovic und Meier scheiterten innerhalb einer Minute allerdings am glänzend parierenden FC-Schlussmann Timo Horn (17.).

Meier trifft nach Seferovic-Flanken

Das Sturmduo der Eintracht wurde aber vor dem Wechsel doch noch belohnt, als Meier eine Außenrist-Flanke des Schweizer Nationalspielers Seferovic zum Ausgleich einköpfte.

Für Horn war es erst der vierte Gegentreffer im siebten Punktspiel seit der Bundesliga-Rückkehr.

Nach der Halbzeit erlebte der Kölner Torhüter quasi ein Deja-vu, als erneut Seferovic mit einer Hereingabe von rechts Meier bediente und dieser wieder per Kopf sein Saisontor Nummer vier erzielte.

Hector überlupft Wiedwald

Die Stöger-Elf blieb im weiteren Verlauf aber bei Kontern stets gefährlich. Nach erneuter Vorarbeit von Vogt hob Verteidiger Hector den Ball über Wiedwald zum 2:2 in die Maschen.

Das Spiel blieb auch in der Folge kurzweilig, beide Seiten hätten für die Entscheidung sorgen können.

Seferovic vergab in der 70. Minute die erneute Führung, als er freistehend an Horn scheiterte. Letztlich jedoch bedeutete Wimmers Missgeschick den K.o. der Rheinländer.

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