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Borussia Mönchengladbach und Mainz 05 verpassen den Sprung auf Platz 2
Borussia Mönchengladbach und Mainz 05 verpassen den Sprung auf Platz 2

Mönchengladbach - Chancenwucher und ein strittiges Handspiel stoppen Gladbachs Höhenflug. Auch Mainz verspielt die Chance als Bayern-Jäger.

Kein Sieger im Verfolgerduell:

Borussia Mönchengladbach und Mainz 05 haben durch ein 1:1 (1:1) den möglichen Sprung auf Platz zwei verpasst.

Max Kruse (15.) brachte die leicht überlegenen Gladbacher zunächst in Führung, doch Jonas Hofmann (31., Handelfmeter) gelang der Ausgleich.

Während die Borussia mit 13 Punkten Dritter ist, folgen die Mainzer (11) auf Rang sechs.

Borussia noch immer ungeschlagen

Durch das Remis in einem guten Spiel bauten beide Teams ihre beeindruckenden Serien aus:

Gladbach ist erstmals seit der Meistersaison 1976/1977 nach sieben Spieltagen noch ungeschlagen. Insgesamt hat die Mannschaft von Trainer Lucien Favre keines ihrer zwölf Pflichtspiele verloren.

Die ebenfalls noch ungeschlagenen Gäste stellten den Vereinsstartrekord aus der Saison 2010/'11 ein.

Raffaels Fehlschuss

Kurz vor Schluss hätte Raffael den Gladbacher Sieg perfekt machen müssen, aber der Brasilianer vergab eine sogenannte Hundertprozentige.

"Ich dachte erst, es ware abseits. Daher war ich etwas überrascht. Schade, dass wir uns nicht belohnt haben. Wir hätten den Sieg verdient gehabt", sagte der Unglücksrabe nach dem Spiel.

Favre redet sich in Rage

"Wir hätten das Spiel klar gewinnen müssen. Nach dem Elfmeter hat Mainz besser gespielt, das hat uns ein wenig weh getan", zürnte Favre nach Abpfiff.

Und redete sich richtig in Rage: "Am Ende müssen wir natürlich das 2:1 machen. Das ist schwer zu akzeptieren."

Mehr noch: "Beim Elfmeterpfiff war ich total überrascht. Das ist absurd. Wer diese Regel erfunden hat, hat nie in seinem Leben Fußball gespielt. Das ist unfair, Punkt. Für mich hat das nichts mit Fußball zu tun."

Okazaki bleibt blass

Die 50.383 Zuschauer im Borussia-Park sahen ein unterhaltsames und temporeiches Spiel, vor allem vor der Pause, mit leichten Vorteilen für die Gastgeber.

Gladbach wirkte drei Tage nach dem 1:1 in der Europa League beim FC Zürich lange Zeit überraschend frisch, hatte viel Ballbesitz und die besseren Chancen.

Mainz blieb mit seiner Fünferkette in der Abwehr und Torjäger Shinji Okazaki allerdings immer gefährlich, wenngleich der Japaner selbst blass blieb.

Kruses starke Führung

Den besseren Start erwischte die Borussia.

Spielmacher Raffael, der wie Weltmeister Christoph Kramer nach seiner Pause in Zürich wieder in der Startelf stand, vergab zunächst aus zehn Metern (4.).

Kurz darauf hatte Kruse mehr Erfolg: Nach schönem Zusammenspiel mit Patrick Herrmann und Fabian Johnson nahm der unter der Woche für die Nationalmannschaft nominierte Torjäger den Ball mit rechts an und vollendete mit links zu seinem dritten Saisontor. Ein Kunsttor mit Seltenheitswert.

Gladbach zu unentschlossen

Gladbach hatte in der Folge die Partie im Griff, ließ den Ball zirkulieren, blieb im Abschluss aber zu unentschlossen.

Als Strafe fiel fast wie aus dem Nichts der Ausgleich. Nach Flanke von Junior Diaz berührte Julian Korb den Ball mit der Hand, U-21-Nationalspieler Hofmann verwertete den fälligen Elfmeter sicher.

Für die Dortmunder Leihgabe war es das zweite Tor der laufenden Saison.

Xhaka scheitert aus Distanz

Das Tor sorgte für Sicherheit bei der Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand, die bis zur Pause sogar mehr vom Spiel hatte.

Erst mit Beginn der zweiten Halbzeit war Gladbach wieder im Rhythmus, beiden Teams fehlt es nun aber deutlich an Tempo.

Mehr als Distanzschüsse von Granit Xhaka (51.) und Raffael (58.) gab es zunächst aber nicht zu sehen.

Raffael als Chancentod

Als in der Schlussphase die Beine der Borussia müde wurden, kam Mainz wieder besser ins Spiel und hatte in der 67. Minute gar die Führung auf dem Fuß.

Der kurz zuvor eingewechselte Jairo ließ einen Fehler von Schlussmann Yann Sommer aber ungenutzt.

Mainz' Torhüter Loris Karius musste in der 85. Minute dann noch einmal großartig gegen Thorgan Hazard klären.

Glück hatte der FSV-Keeper zudem,, als wenig später Raffael noch eine sogenannte Hunderprozentige vergab

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