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Sie endet aber im Desaster. Weil der Berliner Änis Ben-Hatira einen Glanztag erwischt, gehen die Hamburger in Berlin unter

Die Hertha baut ihre Heimserie aus und hält den Hamburger SV auf Distanz. Ben-Hatira glänzt, Lassoga bleibt bei Rückkehr blass.

Berlin - Hertha BSC hat zum 100. Bundesliga-Spiel seines Trainers Jos Luhukay den Aufwärtstrend vor eigenem Publikum bestätigt. Die Berliner gewannen am 9. Spieltag gegen den Hamburger SV im Olympiastadion am Ende verdient mit 3:0 (0:0) und feierten den dritten Heimsieg in Folge.

Die Tore erzielten Änis Ben-Hatira (59./85.) und John Heitinga (65.) mit seinem ersten Saisontreffer ().

Für den Hamburger SV zeigt die Formkurve unter dem neuen Trainer Joe Zinnbauer indes wieder nach unten.

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Der Bundesliga-Dino verließ nach einer schwachen Leistung nach zuvor zwei Spielen ohne Niederlage erstmals wieder als Verlierer den Platz und festigte mit sechs Punkten seinen Platz im Tabellenkeller. Hertha hingegen gelang mit elf Punkten der Vorstoß ins Mittelfeld (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Holtby auf der Bank

Vor 58.768 Zuschauern stand Hamburg in der Abwehr sehr hoch und überraschte mit frühem Pressing. Im Spiel nach vorne probierten es die Nordlichter gerne mit hohen Bällen, um die Größenvorteile von Pierre-Michel Lasogga und Marcell Jansen zu nutzen. England-Rückkehrer Lewis Holtby saß zunächst nur auf der Bank.

Hertha entwickelte nur über Konter Gefahr. Ben-Hatira (10.) und Salomon Kalou (22.) fanden allerdings ihren Meister im früheren Hertha-Keeper Jaroslav Drobny.

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In der 33. Minute hätte Ben-Hatira nach Vorarbeit von Per Skjelbred aus 18 Metern zum 1:0 treffen müssen, doch erneut konnte der Deutsch-Tunesier Drobny nicht bezwingen.

Herthas Sieg bei SPORT1.fm

Ostrzolek vergibt Führung

Der HSV schaltete nach rund 20 Minuten einen Gang zurück und war im Spiel nach vorne oft nicht präzise und zwingend genug. Linksverteidiger Matthias Ostrzolek besaß noch die größte Chance zur Führung (22.), doch der Blondschopf setzte den Ball nach einer Kopfball-Rückgabe von Jansen aus zehn Metern übers Tor.

Zur zweiten Halbzeit brachte Luhukay Marcel Ndjeng für Nico Schulz, Zinnbauer ersetzte im Mittelfeld Tolgay Arslan durch Holtby, doch das Spiel plätscherte zunächst weiter vor sich hin.

Vor allem der HSV baute mehr und mehr ab und wirkte ideenlos. Der ehemalige Berliner Pierre-Michel Lasogga, mit Pfiffen im Stadion begrüßt, konnte sich nur selten in Szene setzen. In der 74. Minute wurde der Torjäger ausgewechselt.

Ndjeng an die Latte

Ab der 57. Minute überschlugen sich dann die Ereignisse. Erst riss Ndjeng mit einem Lattenknaller die Zuschauer von ihren Sitzen, dann scheiterte Jansen im Gegenzug freistehend an Kraft.

Erneut im Gegenzug behielt Ben-Hatira vor dem HSV-Tor die Nerven und setzte den Ball ins lange Eck zum 1:0. Kurz darauf machte Abwehrspieler Heitinga mit einem Abstauber die Vorentscheidung perfekt, ehe Ben-Hatira einen weiteren Konter der Berliner mustergültig abschloss.

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