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Pierre-Michel Lasogga (vorne) wechselte 2013 von Hertha zum HSV. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 9. Spieltags

Lasogga geht mit dem HSV unter. Der nächste Abstiegskampf Hertha-Coach Luhukay macht Matchwinner Ben-Hatira in der Pause stark.

Berlin - Pierre-Michel Lasogga ging stumm an den Journalisten vorbei. Für den Angreifer des Hamburger SV lief bei seiner Rückkehr gar nichts zusammen.

Lasogga, im Vorfeld wegen seiner Berliner Zeit Dauer-Thema in den Medien, blieb blass und wurde nach 75 Minuten unter Pfiffen der Hertha-Fans ausgewechselt.

Ein Ex-Kollege stahl ihm die die Show: Änis Ben-Hatira war nach dem 3:0 (0:0)-Erfolg der gefeierte Mann bei den Berlinern und vergrößerte die Sorgen beim HSV (Bericht: Ben-Hatira besiegt den HSV).

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Die Norddeutschen bleiben mit nur sechs Punkten auf dem drittletzten Tabellenplatz stehen und stehen jetzt vor weiteren schweren Aufgaben (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Erst Bayern, dann Bayer

Am Mittwoch geht es im Pokal gegen Rekordmeister Bayern München. "Wir müssen die Köpfe wieder hochkriegen", sagte Joe Zinnbauer, der als HSV-Coach die höchste Niederlage wegstecken musste.

Nach der Pokalpartie geht es am kommenden Wochenende in der Liga gegen Bayer Leverkusen.

Sollte der HSV beide Spiele verlieren, dürfte auch die Diskussion um Zinnbauer wieder von neu beginnen.

Zinnbauer schützt Lasogga

Der 44-Jährige versuchte indes, Lasoggas schwache Leistung zu relativieren. "Im Nachhinein war es kein einfaches Spiel für Pierre. Er hat alles probiert", betonte Zinnbauer.

Auch für Ben-Hatira war es kein einfaches Spiel: Bis zu seinem ersten Treffer (57.) hatte der Deutsch-Tunesier die Nerven seiner Mannschaftskollegen arg strapaziert. "Zur Halbzeit in der Kabine haben alle gesagt: Kopf hoch, du machst heute noch dein Tor. Das tat gut", berichtete der Offensiv-Allrounder.

Vor dem Wechsel hatte der gebürtige Berliner gegen seinen Ex-Klub bereits zwei hochkarätige Chancen vergeben. Erst dann platzte der Knoten.

"Ich freue mich, dass ich wieder getroffen habe", sagte der 26-Jährige nach seinem Doppelpack ().

Richtige Worte beim Jubiläum

"Klar, er hatte in der ersten Halbzeit etwas Pech. Ich habe der Mannschaft in der Kabine gesagt, sie soll weiter an sich glauben", sagte Trainer Jos Luhukay, der sich über einen ganz wichtigen Sieg in seinem 100. Bundesliga-Spiel als Trainer freuen konnte.

Durch den dritten Heimsieg in Folge arbeiteten sich die Berliner ins Mittelfeld vor.

Herthas Sieg bei SPORT1.fm

Verletzung in der Schlussminute

Da störte Ben-Hatira auch die Szene in der Schlussminute nicht. Der achtmalige tunesische Nationalspieler, der von 2006 bis 2011 beim HSV unter Vertrag stand, zog sich genauso wie zuvor Außenspieler Nico Schulz eine Muskelverletzung zu. Beide Spieler sind für das Pokalspiel am Dienstag bei Arminia Bielefeld fraglich.

Den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 steuerte zuvor der niederländische Abwehrrecke Johnny Heitinga bei, der erstmals für die Hertha traf.

"Heute gab es keinen Zweifel daran, dass wir dieses Spiel gewinnen", sagte Heitinga, der in der Vorwoche beim 0:2 auf Schalke gegen seinen Landsmann Klaas-Jan Huntelaar noch gepatzt hatte. "Es ist gut, dass es im Fußball immer ein neues Spiel gibt", sagte der Vize-Weltmeister von 2010.

Diese Worte könnte auch Zinnbauer seinen Spielern mit auf den Weg geben. Der HSV-Trainer ließ sich seinen Frust nicht anmerken.

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"Wir haben gut angefangen. Nach 15 Minuten haben wir das Spiel aber mehr und mehr an Hertha abgegeben", analysierte Zinnbauer die Partie. Im sich wieder anbahnenden Abstiegskampf brauchen die Hamburger jedoch mehr als nur eine gute Viertelstunde.

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