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Karl Gernandt suche nach weiteren Geldgebern für den HSV

Der finanziell angeschlagene Bundesligist Hamburger SV forciert die Suche nach neuen Investoren.

"Wir brauchen Geld. Moderner Fußball ist ohne Geld nicht erfolgreich zu gestalten", sagte Karl Gernandt, Aufsichtsratsvorsitzender der HSV Fußball AG, am Montagabend bei der Hamburg Soiree und bestätigte "erfreuliche Gespräche" mit weiteren potenziellen Geldgebern neben dem umstritten Edelfan Klaus-Michael Kühne.

"Man darf uns mit Recht kritisieren, wenn uns nichts gelingt", sagte Gernandt: "Wir befinden uns mitten in einem Dreijahresplan und wollen uns Stück für Stück weiter entschulden."

Grundsätzlich sei nicht die Einnahmenseite das große Problem der Hanseaten, sondern das bisherige Wirtschaften. Mit der Ausgliederung ihrer Profifußball-Abteilung im Sommer hatten die Hamburger den Weg für Investoren frei gemacht.

Nach dem Logistikunternehmer Kühne, der inzwischen 25 Millionen Euro in den klammen HSV gepumpt hat, konnte der Tabellenvorletzte bisher aber keine weiteren Geldgeber gewinnen.

Klubchef Dietmar Beiersdorfer bestätigte, dass die Verhandlungen mit Kühne "nicht immer einfach" waren. Da sei "auch mal das Telefon aufgelegt worden", sagte der 50-Jährige: "Herr Kühne ist manchmal sehr schwarz-weiß in seinen Gedanken. Er geht durch die Hölle, wenn der HSV verliert."

Aber der Milliardär sei der Einzige gewesen, der dem HSV in einer "sehr, sehr schweren Situation ein Darlehen gegeben hat. Es gab keinen anderen. Es war immer ein Ziehen und Zerren, um sich am Schluss in die richtige Richtung zu bewegen".

Erst durch eine Finanzspritze von Kühne waren unter anderem die Transfers von Pierre-Michel Lasogga, Nicolai Müller und Lewis Holtby an die Elbe möglich geworden.

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