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Rudi Völler arbeitet seit 2005 als Sportdirektor in Leverkusen

Sportchef Rudi Völler vom Bundesligisten Bayer Leverkusen hat nach dem ersten Saisondrittel ein positives Zwischenfazit gezogen.

"Im Pokal und vor allem in der Champions League sind wir absolut im Soll", sagte der 54-Jährige dem "Bonner General Anzeiger" und bescheinigte insbesondere dem neuen Coach Roger Schmidt eine gute Arbeit: "Dem Trainer gelingt es, dass die Mannschaft allen Spielen ihren Stempel aufdrücken kann."

In der Bundesliga sieht Völler zwar "noch Luft nach oben", doch insbesondere mit den internationalen Leistungen der Werkself zeigte er sich zufrieden.

"Wenn wir eine so starke Gruppe mit Gegnern wie St. Petersburg und Monaco mit ihren finanziellen Möglichkeiten überstehen, ist das für Leverkusen ein großer Erfolg", sagte der Weltmeister von 1990: "Das Erreichen des Achtelfinales ist für uns keine Selbstverständlichkeit."

Seine persönliche Zukunft sieht Völler langfristig in Leverkusen: "Bayer Leverkusen ist der Verein meines Herzens geworden. So lange ich mit meiner Art und meinen Überzeugungen etwas zum Wohle des Vereins tun kann und es mir Spaß macht, denke ich nicht ans Aufhören."

Völler, der die deutsche Nationalmannschaft als Teamchef bis ins WM-Finale 2002 geführt hatte, lobte derweil Bundestrainer Joachim Löw, der die DFB-Auswahl in Brasilien zum Weltmeister gemacht hatte.

"Eine gute Mannschaft gewinnt nicht automatisch Titel. Jogi hat gute Entscheidungen während der WM getroffen und alles richtig gemacht", sagte Völler: "Wir Deutschen waren einfach dran. Diese Generation von Spielern, die schon einige Jahre knapp vor dem Titel stand, hatte es einfach verdient."

Dass die DFB-Auswahl auch bei den kommenden Turnieren erfolgreich ist, sieht Völler "durchaus im Bereich des Möglichen", schränkte aber ein: "Es ist klar, dass man dafür auch ein bisschen Glück braucht."

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