München - Thomas Müller spricht im SPORT1-Interview über die Dominanz der Bayern, die Krise in Dortmund und zwei mögliche Finals in Berlin.

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Vom FC Bayern berichten Christian Ortlepp und Stefan Kumberger

Thomas Müller ist einer der meistfotografiertesten Männer Deutschlands.

Aber so wie jetzt hat man den Angreifer des FC Bayern noch nie gesehen. Das Gesicht des Nationalspielers wurde in einem limitierten Kunstdruck verewigt, der Erlös aus dem Verkauf der Kunstwerke kommt dem Projekt "Young Wings" zu Gute.

"Ich finde, es sieht ganz witzig aus. Es ist jede Farbe vorhanden", sagte Müller im Gespräch mit SPORT1(Das Interview heute Abend im TV ab 18.30 Uhr auf SPORT1 in Bundesliga aktuell). Im Haus des Weltmeisters wird das Bild einen ganz besonderen Platz bekommen.

"Neben der WM-Medaille und dem Silbernen Schuh habe ich es aufs Fensterbrett gestellt. Da ist es in guter Gesellschaft", erklärte der 25-Jährige.

Am Rande der Präsentation sprach Müller mit SPORT1 über die Dominanz der Bayern, die Krise des Rivalen Dortmund und zwei mögliche Finals in Berlin.

SPORT1: Herr Müller, Sie haben seit der Saison 2009/10 183 Bundesligaspiele gemacht. Überrascht Sie das?

Thomas Müller: Ich bin erstaunt, dass ich die letzten Jahre durchspielen konnte. Die Zahl an sich erstaunt mich nicht, weil ich ja weiß, dass ich mitgespielt habe.

SPORT1: Wie bereiten Sie sich vor?

Müller: Austrainiert sind alle Spieler. Bei vielen Verletzungen muss man clever agieren. Man muss wissen, welche Aktionen gefährlich sind - vor allem im Training. Im Spiel ist es was anderes, da muss man manchmal hingehen und seinen Mann stehen. Manche haben auch nur Pech mit Verletzungen.

SPORT1: Sie spielen nun gegen Leverkusen. Die Mannschaft hat sich in den vergangenen Spielzeiten zu einer Art Angstgegner der Bayern entwickelt?

Müller: Leverkusen hat eine gute Qualität gepaart mit einer guten Philosophie. Der neue Trainer (Roger Schmidt, Anm. d. Red) hat uns letztes Jahr im Winter schon beeindruckt, als er noch bei Salzburg war. Leverkusen wird auch dieses Mal mit 100 Prozent Einsatz kommen und uns früh unter Druck setzen. Es war immer erst ein Spiel auf Messers Schneide, weil sie eine gute Mannschaft haben. Uns erwartet ein enges Spiel.

SPORT1: Sind die Bayern zu stark oder die anderen zu schwach?

Müller: Es ist eine Mischung. Wir haben nur drei Gegentore bekommen. Das zeigt, dass wir schwer zu schlagen sind. Die andere Seite ist, dass die Verfolger immer mal wieder eine Schwächephase hatten. Dortmund sieht jeder selbst, dass die Probleme haben, was wir auch nicht so erwartet hätten. Die fehlen da oben schon. Deswegen ist es gerade ein bisschen deutlich.

SPORT1: Wie motiviert die Mannschaft sich bei dem Vorsprung?

Müller: Wenn der Schiri ein Spiel anpfeift, wollen wir das Spiel gewinnen und so wird es immer sein. Wir wollen den Vorsprung so weit wie möglich ausbauen. Man weiß nie, was im Fußball passiert.

SPORT1: Haben sie aus dem Einbruch in der Vorsaison gelernt?

Müller: Man kann das nicht immer pauschal sagen. Wir haben nicht gesagt wir lassen es schleifen nach der Meisterschaft. Wir wollen trotzdem weiter durchziehen und haben viele Ziele. Die Champions League ist ein interessanter Titel. Zwei Finals in Berlin wäre eine schöne Sache. Da liegt aber noch viel Arbeit vor uns.

SPORT1: Ist Berlin eine zusätzliche Motivation?

Müller: Es ist auf jeden Fall etwas Besonderes, in Deutschland das Finale zu haben. Da wollen wir unbedingt hin.

SPORT1: Wie kompensiert das Team die Verletzten?

Müller: Man muss nur mal sehen, wer bei uns spielt. Es sind immer elf Topspieler auf dem Platz. Das ist der Verdienst des Vereins und deswegen haben wir immer eine gute Elf.

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