vergrößernverkleinern
Ilkay Gündogan-Henrikh Mkhitaryan-BVB Hoffenheim Jubel
Dortmunds Ilkay Güngodan (l.) erzielte den Siegtreffer gegen Hoffenheim © getty

Dortmund - Die Borussia kämpft sich zum erlösenden Sieg gegen Hoffenheim. Gündogan erzielt den Siegtreffer. Am Ende hat Dortmund Glück.

Mit Kampf und Leidenschaft hat Borussia Dortmund den ersehnten Befreiungsschlag gelandet und zumindest für eine Nacht das Tabellenende der Bundesliga verlassen.

Mit dem hochverdienten 1:0 (1:0) gegen 1899 Hoffenheim feierte der deutsche Vizemeister am 13. Spieltag seinen vierten Sieg und darf erneut auf die Wende hoffen (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

Den Treffer vor 80.667 Zuschauern in der ausverkauften Dortmunder Arena erzielte Ilkay Gündogan in der 17. Minute per Kopfball.

Es war das erste Bundesliga-Tor des 24-Jährigen seit April 2013 - und vermutlich eines seiner wichtigsten Tore für den BVB.

Zumindest bis Samstag kletterte Dortmund auf Rang 14, Hoffenheim ist mit sechs Punkten Vorsprung Siebter.

"Die Stimmung ist sehr tiefgründig. Das waren tolle Szenen nach dem Anpfiff. Die Mannschaft hat sich bedankt für die tolle Unterstützung der letzten Wochen. Mit dem Sieg konnten wir ein bisschen was zurückgeben", sagte BVB-Manager Michael Zorc bei Sky: "Vor dem Spiel war richtig Druck auf dem Kessel. Aber insgesamt war es ein verdienter Sieg und vor allem in der 2. Halbzeit eine tolle Leistung. Wir haben zwei Heimspiele in Folge gewonnen, jetzt müssen wir auch auswärts mal was holen."

Vier Weltmeister auf die Bank

Trainer Jürgen Klopp hatte erstmals massive Konsequenzen gezogen und die Anfangsformation im Vergleich zum 0:2 am vergangenen Sonntag in Frankfurt auf fünf Positionen verändert.

So klang Gündogans Siegtreffer bei SPORT1.fm:

Unter anderem verbannte er vier Weltmeister auf die Bank. Dazu gehörte auch Torhüter Roman Weidenfeller, der durch den Australier Mitchell Langerak ersetzt wurde.

"Es war ein reines Bauchgefühl, Mitch war immer nah dran, und jetzt ist er mal dran", erklärte Klopp vor dem Anpfiff bei "Sky".

Wieder in der Vierer-Abwehrkette stand der genesene Nationalspieler Mats Hummels, der sich sogleich um den Spielaufbau verdient machte.

Aubameyang bereitet Siegtor vor

Der BVB begann mit aggressiven Angriffen und wirkte hochkonzentriert. Die Anspannung von Mannschaft und Fans prägten eine außergewöhnliche Atmosphäre in der Dortmunder Arena.

Immer wieder wurde der pfeilschnelle Pierre-Emerick Aubameyang gesucht und auch gefunden.

Eine präzise Flanke des Gabuners nutzte Gündogan zum 1:0. "Das hat einen besonderen Stellenwert für mich", sagte Gündogan mit Blick auf seine lange Verletzungspause bei Sky. "Platz 18 mit dem BVB spiegelt unsere Leistung nicht wider, das sollte nicht unser Anspruch sein. Deswegen bin ich umso glücklicher."

Nach dem ersten Liga-Treffer des Mittelfeldspielers in der laufenden Saison in einem immer hektischer werdenden Begegnung versuchte Dortmund nachzulegen, leistete sich jedoch zu viele Ungenauigkeiten im Passspiel.

Auf der Gegenseite blieb Langerak vor der Pause ungeprüft.

Hummels mit gewagter Aktion

Glück hatte der BVB, als Hummels nach dem Wiederanpfiff nach einem Freistoß von Nationalspieler Sebastian Rudy für Langerak knapp am eigenen Tor vorbei klärte.

Es folgten wütende Offensiv-Attacken des BVB und ein regulärer Kopfballtreffer von Aubameyang (52.), den der schwache Referee Felix Zwayer zu Unrecht wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannte.

Aubameyang erzielte noch ein weiteres Abseitstor, diesmal lag Zwayer mit seiner Entscheidung aber wohl richtig.

Die Borussia fightete, spielerische Akzente blieben zwangsläufig auf der Strecke. Weil Hoffenheim nach dem Wechsel vermehrt den Weg in die Dortmunder Hälfte suchte, ergaben sich auch Chancen für die Gastgeber.

In der Folge scheiterten Aubameyang und Hummels an 1899-Torhüter Oliver Baumann.

Hoffenheim bekommt Elfmeter nicht

Die turbulenten Szenen im Strafraum der Kraichgauer häuften sich, der BVB erzwang Chancen in Serie, aber das vorentscheidende 2:0 wollte nicht gelingen.

Auf der anderen Seite blieben die Gäste mit sporadischen Offensiv-Aktionen gefährlich und hatten Pech, als Zwayer nach einem Foul von Neven Subotic an Tarik Elyounoussi nicht auf Strafstoß entschied (85.).

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel