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Roberto Firmino (r.) erzielte den späten Siegtreffer für Hoffenheim
Roberto Firmino (r.) erzielte den späten Siegtreffer für Hoffenheim © getty

Sinsheim - Hoffenheim bietet gegen Eintracht Frankfurt wieder mal ein Tor-Spektakel. Nach dem Sieg erfolgt jedoch eine Schock-Meldung für Innenverteidiger Niklas Süle.

Geglücktes Überholmanöver: Dank eines Last-Minute-Treffers von Roberto Firmino (87.) hat 1899 Hoffenheim die Siegesserie von Eintracht Frankfurt beendet und ist am Südwest-Rivalen vorbeigezogen.

Nach drei Erfolgen in Serie unterlag die SGE zum Auftakt des 15. Spieltags mit 2:3 (0:1) beim Tabellenbachbarn aus dem Kraichgau.

Durch den Sieg kletterten die Hoffenheimer, die zuvor vier Niederlagen in fünf Partien kassiert hatten, auf den siebten Platz (23 Punkte). Frankfurt (21 Zähler) rutschte auf den achten Rang ab. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Süle erleidet schwere Verletzung

Soweit die guten Nachrichten für die TSG. Die deutlich schlechtere erfolgte am Samstagvormittag: Niklas Süle erlitt in der Partie laut "BILD" einen Kreuzbandriss. Der Innenverteidiger blieb nach einem Zweikampf mit Haris Seferovic am Boden liegen und musste anschließend lange behandelt werden. Noch während der Partie wurde Süle ins Krankenhaus gebracht.

Der 19-Jährige wird voraussichtlich ein halbes Jahr ausfallen. Die laufende Saison scheint damit vorzeitig beendet.

"Äußerst intensives Spiel"

Zurück zur Partie: Nationalspieler Kevin Volland (43.) und Joker Adam Szalai (65.) trafen vor Firmino für die TSG.

Stefan Aigner (58.) und Haris Seferovic (77.) waren für die Eintracht erfolgreich. 

"Man hat gesehen, warum wir vor Frankfurt gewarnt haben. Nach drei Siegen hat man der Mannschaft das Selbstvertrauen angemerkt", sagte 1899-Trainer Markus Gisdol und schob nach: "Es war ein äußerst intensives Spiel."

Sein Gegenüber haderte mit der unnötigen Niederlage: "Wir haben bei den Standards schlecht ausgesehen. Es war wieder knapp und es war mehr drin. Aufgrund der vielen Fehler hatten wie den Sieg aber auch nicht verdient. Wir müssen nun sehen, dass wir es in den restliche beiden Hinrunden-Spielen wieder besser machen", sagte Eintracht-Coach Thomas Schaaf.

Hildebrand feiert Comeback

Die 28.331 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena feierten ein Wiedersehen mit dem siebenmaligen Nationaltorhüter Timo Hildebrand.

Da der Frankfurter Ersatzkeeper Felix Wiedwald am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt ist und ein Einsatz von Stammtorwart Kevin Trapp nach knapp drei Monaten Verletzung zu früh gekommen wäre, stand der frühere Hoffenheimer Hildebrand (42 Pflichtspiele zwischen Januar 2009 und Mai 2010 für die TSG) zwischen den Pfosten.

Der 35 Jahre alte Routinier hatte in der Anfangsphase nichts zu tun - der zuletzt immer wieder kritisierte Oliver Baumann auf der Gegenseite allerdings auch nicht.

Von der Offensivstärke beider Mannschaften war zunächst kaum etwas zu sehen. Die Defensivreihen hatten alles im Griff.

Niklas Süle Hoffenheim Frankfurt Verletzung
Niklas Süle (r.) zog sich gegen Eintracht Frankfurt eine Knieverletzung zu © Getty

Die ersten Chancen hatten Pirmin Schwegler (11.) und Frankfurts Top-Torjäger Alexander Meier (12.).

Die Gäste, bei denen neben Trapp und Wiedwald auch Constant Djakpa, Carlos Zambrano, Jan Rosenthal sowie Nelson Valdez fehlten, gerieten nach knapp 20 Minuten in die Defensive. Hoffenheim erspielte sich in dieser Phase ein Übergewicht.

Chancen en masse

In der 22. Minute hatten die Kraichgauer allerdings Glück. Nach einem Kontakt zwischen Baumann und Eintracht-Stürmer Seferovic hätte es auch Strafstoß für die Hessen geben können. Im Anschluss passierte zunächst nicht mehr viel.

Erst in der 36. Minute vergab Tarik Elyounoussi die große Chance zur Führung der Gastgeber. Besser machte es kurz darauf Volland bei seinem dritten Saisontor nach Vorlage von Roberto Firmino.

Nach dem Seitenwechsel bestimmte die TSG zunächst das Geschehen. Die Eintracht brauchte ein paar Minuten, um in Tritt zu kommen.

Dann vergab Meier die Ausgleichs-Chance (54.). Nur vier Minuten später erzielte Aigner nach Vorarbeit von Bastian Oczipka sein drittes Saisontor.

Danach brannte es lichterloh im Hoffenheimer Strafraum, die Eintracht hatte mehrere gute Möglichkeiten zur Führung.

Hildebrand im Pech

Auf der Gegenseite reagierte Hildebrand glänzend gegen den kurz zuvor eingewechselten Szalai.

Nur wenige Sekunden später wurde Hildebrand vom Glück verlassen. Einen Schuss Schweglers wehrte der Keeper vor die Füße von Szalai ab - der traf allerdings aus abseitsverdächtiger Position.

Sieben Minuten später hatte Elyounoussi die Vorentscheidung auf dem Fuß. Danach traf er noch den Pfosten (76.), ehe im Gegenzug Seferovic erfolgreich war.

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