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Arjen Robben erzielte seine Saisontreffer sieben und acht
Arjen Robben erzielte seine Saisontreffer sieben und acht © getty

Augsburg - Nach der erneuten Herbstmeisterschaft des FC Bayern adelt Rummenigge Arjen Robben in Augsburg als "besten Spieler der Welt".

Aus Augsburg berichten Christian Paschwitzund Christian Ortlepp

Nachdem Arjen Robben den Ball unnachahmlich von der Strafraumgrenze über den Innenpfosten ins lange Eck geschlenzt hatte, ging die Show erst richtig los.

Der Flügelflitzer des FC Bayern ließ sich feiern für seinen ersten Treffer beim 4:0 (0:0)-Herbstmeisterschaftstriumph beim FC Augsburg (59.).

(DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Mit ausgebreiteten Armen sprintete Robben also auf den Block der Münchner Fans zu.

Und der hob sogleich stimmgewaltig mit demselben Lied an, das Robben kürzlich im SPORT1-Interview gesungen hatte.

"Ich hab' geträumt von Dir - von dieser Wembley-Nacht - wir haben den Cup gewonnen, den Thron erklommen - der Arjen hat?s gemacht", schallte es von den Rängen.

Eine Reminiszenz an den Champions-League-Triumph von 2013 mit Matchwinner Robben.

Nach 19 Ligaspielen in Folge und zuletzt sechs Siegen am Stück träumen die Anhänger auch diesmal wieder vom Triple.

Ein erster Schritt war die 20. Herbstmeisterschaft.

Die brachte der deutsche Rekordchampion auch deshalb bereits zwei Spiele vor Ende der Hinserie unter Dach und Fach, weil Robben einmal mehr alle in den Schatten stellte.

"Der beste Spieler der Welt"

Ein Hohelied stimmte daher auch Karl-Heinz Rummenigge an.

"Arjen ist der beste Spieler der Welt", sagte der Vorstandsboss bei SPORT1.

Um sich mit Blick auf Keeper Manuel Neuer und dessen Nominierung bei der Wahl zum Weltfußballer hastig zu korrigieren: "Äh, der beste Feldspieler der Welt."

Der derart Gelobte wiegelte auf SPORT1-Nachfrage allerdings ab: "Naja, ich will nicht so viel sagen - da gibt es Bessere."

Und auch Bayern-Coach Pep Guardiola mochte Robben bloß adeln als "super Profi, ein super Spieler. Ich freue mich über Spieler mit so einer überragenden Qualität".

Doch tatsächlich hatte der 30-Jährige im Derby gegen den bisherigen Überraschungs-Dritten Augsburg einmal mehr den Unterschied ausgemacht.

Nur zwölf Minuten nach seinem ersten Streich legte Robben nämlich noch einen drauf.

Typisch wie immer: An der Strafraumlinie entlang nach innen, dann mit links abziehen, diesmal direkt neben den rechten Pfosten. Sein achtes Saisontor (71.). Fertig.

Benatia als Dosenöffner

Robert Lewandowski (68.) danach und Medhi Benatia (58.) als Dosenöffner gegen den knapp eine Stunde lang aufopferungsvoll dagegenhaltenden FCA machten das Resultat perfekt. Die Highlights des Spiels auf SPORT1.fm

Den Winter-Titel als solchen nahmen sie bei den Bayern gewohnt gelassen zur Kenntnis.

"Das bedeutet nur, dass wir viele Spiele gewonnen haben. Das ist nichts Spezielles", sagte Guardiola.

Wie auch Thomas Müller meinte: "Das ist schön, aber mehr ist es dann auch nicht."

Sogar Rode bleibt gelassen

Selbst Neuzugang Sebastian Rode, bisher ohne Titel, sprach bloß von einer "schönen Momentaufnahme".

Dafür würdigte Guardiola die "überragende Mentalität" seines Starensembles.

"Ich bin von meinen Spielern immer wieder überrascht", so der Spanier. "Sie haben in den letzten beiden Jahren schon alles gewonnen, aber sie wollen immer weiter gewinnen, gewinnen, gewinnen."

Als nächstes am Dienstag gegen den SC Freiburg, dann am kommenden Freitag zum Abschluss in Mainz.

"Diese zwei Spiele müssen wir auch noch gut überstehen, dann ist endlich mal Pause", sagte Robben.

Augsburg in 13 Minuten ausgeknockt

Nach vier Gegentreffern in nicht mal 13 Minuten war auch den Augsburgern nach Pause zumute.

Der Trainer wollte nicht allzu lange über die am Ende etwas zu hohe Niederlage nachdenken.

"Das ist keine große Dramatik", betonte Markus Weinzierl: "Wir müssen unsere Punkte woanders holen."

Auch seine Spieler gingen zügig zur Tagesordnung über.

"Das ist eine kleine Enttäuschung. Aber sind wir mal ehrlich", sagte Halil Altintop, "mit dem FC Bayern können wir uns nicht vergleichen".

Mit Arjen Robben wohl schon gar nicht.

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