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Karim Bellarabi war vergangene Saison an Eintracht Braunschweig ausgeliehen
Karim Bellarabi bejubelt seinen achten Saisontreffer © getty

Leverkusen - Dank des späten Treffers des Nationalspielers hält die Heimserie der harmlosen Leverkusener auch gegen Eintracht Frankfurt.

Bayer Leverkusens Heimserie hält, die erneute Qualifikation für die Champions League ist zur Winterpause dennoch in Gefahr.

Die Werkself kam gegen Eintracht Frankfurt zum Abschluss der Hinrunde nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus, was immerhin das 13. Liga-Heimspiel in Folge ohne Niederlage bedeutete.

Den Punkt verdiente sich Bayer mit einer zumindest etwas engagierteren zweiten Halbzeit, nachdem das Team von Trainer Roger Schmidt in der ersten Hälfte ohne Torschuss geblieben war.

Meier trifft vom Punkt

Nationalspieler Karim Bellarabi traf zum 1:1 (83.), für die gut organisierte Eintracht hatte Top-Torjäger Alex Meier per Foulelfmeter (37.) sein 13. Saisontor erzielt.

Spiele der Eintracht bedeuten Spektakel. 4,13 Treffer fielen inklusive des 16. Spieltags im Schnitt bei Spielen mit Frankfurter Beteiligung - Liga-Spitzenwert.

Schmidt verwies deshalb auf die "Offensiv-Wucht und Comeback-Qualitäten" der Gäste, die im Vergleich zum 4:4 (nach 0:3 und 2:4) gegen Hertha BSC mit Alexander Madlung und Lucas Piazon für Marco Russ (Muskelverletzung) und Stefan Aigner (Gelbsperre) antraten.

Bei Bayer kehrten Simon Rolfes, Wendell und Tin Jedvaj in die Startelf zurück.

Bayer zu harmlos

Die derart gelobte Offensive der Frankfurter brauchte sich aber zunächst gar nicht zu bemühen: Leverkusen brachte sich selbst in Gefahr, als Wendell nach 70 Sekunden seinen verdutzten Torhüter Bernd Leno an der Strafraumgrenze aussteigen ließ und aufs leere Tor zuhielt. Der Brasilianer besann sich jedoch eines Besseren.

Hätten die 30.210 Zuschauer gewusst, was die folgende halbe Stunde bringen würde, hätten sie diese Einlage wohl bejubelt.

Bayer machte das sehr zähe Spiel, ohne die Gäste in Not zu bringen. Hakan Calhanoglu verzettelte sich (6.), Stefan Kießling verpasste (8.) eine Flanke - das war's. Die Konter der Gäste liefen ebenfalls ins Leere.

Steigerung nach der Pause

Dann jedoch kam Schwung ins Spiel: Ömer Toprak klärte einen Drehschuss Meiers auf der Linie (35.), kurz darauf foulte Jedvaj im Strafraum den quirligen Takashi Inui - und Meier traf souverän.

Nach der Pause ging das lange Warten auf den ersten Leverkusener Torschuss weiter, weil Calhanoglu den Ball in glänzender Position verstolperte (52.).

Bayer erhöhte zwar die Intensität, Timo Hildebrand im Frankfurter Tor musste sich dennoch ohne Paraden warmhalten.

Kießling hängt in der Luft

Weder Karim Bellarabi noch der zumindest bemühte Heung-Min Son (Fernschuss, 65./67.) oder Calhanoglu fanden einen Weg durch die nun tiefer stehende Gäste-Abwehr.

Stefan Kießling fiel lange nur durch eine Schwalbe auf, für die er die Gelbe Karte sah (57.).

Frankfurt sicherte die Abwehr mit recht geringem Aufwand, lange Pässe auf Meiers Sturmpartner Haris Seferovic waren fortan die beinahe einzigen Angriffsversuche.

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