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Der Fall Marco Reus nimmt weiter an Fahrt auf.

Der Nationalspieler muss wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eine Strafe von 540.000 Euro zahlen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

Nach deren Angaben geriet der Profi von Borussia Dortmund im März 2014 mit seinem Aston Martin in eine Polizeikontrolle.

Dort zeigte er nach Informationen des "WDR" offenbar einen niederländischen Führerschein vor. Das geht aus dem Strafbefehl hervor.

Die Dortmunder Staatsanwaltschaft wollte sich zu diesem Vorwurf nicht äußern, ihn aber auch nicht dementieren.

Reus, der einen Aston Martin fährt wie James Bond, konnte dabei keinen Führerschein vorweisen.

Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass Reus, der zuvor bereits fünf Bußgelder aufgrund überhöhter Geschwindigkeit zahlen musste, nie eine Führerschein-Prüfung gemacht hat.

Reus habe zwar im Alter von 18 Jahren Fahrstunden genommen, jedoch nie eine Prüfung gemacht.

Ihm wurde ein Strafbefehl von 90 Tagessätzen zugestellt. Der zu zahlende Betrag summiert sich auf 540.000 Euro. Der Betrag orientiert sich an Reus' Nettogehalt, das demnach bei 180.000 Euro im Monat liegt.

Reus hat noch Glück. An einer Vorstrafe kommt er vorbei, diese hätte es ab 91 Tagessätzen gegeben. Allerdings taucht sein Name nun im Bundeszentralregister auf.

Der 25-Jährige hat die Strafe offenbar akzeptiert. "Heute weiß ich: Ich war in einer Situation viel zu naiv, das war eine Dummheit. Ich habe meine Lehren daraus gezogen", sagte Reus der "Bild".

"Wir haben mit Marco Reus gesprochen. Er sieht ein, dass er eine große Dummheit begangenen hat, und er hat versprochen, dass dies nie wieder vorkommt", sagte BVB-Pressesprecher Sascha Fligge.

"Da wir Marco nicht nur sportlich als auch menschlich schätzen, gibt es keinen Grund, an seinen Worten zu zweifeln."

Zudem soll er sich vorgenommen haben, sich zügig in einer Fahrschule anzumelden. Eine Führerschein-Sperre hat er nicht aufgebrummt bekommen.

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