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Dominic Maroh (l.) und Kevin Vogt (r.) vom 1. FC Köln im Zweikampf mit Ivica Olic vom Hamburger SV
Ivica Olic (M.) musste bei seiner Rückkehr mit dem Hamburger SV eine Niederlage einstecken. © Getty Images

Hamburg - Beim Hamburger SV hält die Sturmflaute auch nach der Winterpause weiter an. Der 1. FC Köln bleibt derweil eine Auswärtsmacht und feiert Doppeltorschütze Marcel Risse.

Der Hamburger SV hat einen Tag nach der euphorisch gefeierten Heimkehr von Fan-Liebling Ivica Olic eine Bauchlandung hingelegt.

Gegen den 1. FC Köln unterlag die weiter chronisch offensivschwache Mannschaft von Trainer Joe Zinnbauer mit 0:2 (0:0) und steht damit nach dem zum Rückrundenstart weiter bei indiskutablen neun Saisontreffern (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

"Wir haben vernünftig angefangen und den Gegner in den ersten 15 bis 20 Minuten unter Druck gesetzt. Dann war das Spiel wie abgeschnitten. Wir hatten
einfache Ballverluste im Mittelfeld und Köln ist immer besser ins Spiel gekommen", sagte der HSV-Trainer bei "Sky".

Marcel Risse sorgte mit einem Doppelpack (62./78.) vor 56.053 Zuschauern für den verdienten Auswärtssieg des FC und bugsierte die Hamburger damit wieder tief in die Gefahrenzone der Bundesliga.

"Das ist ein erfreulicher Start nach der Winterpause. Wir haben uns viel vorgenommen, auch zu Hause mehr Punkte mitzunehmen und das gehen wir ab Mittwoch an", sagte der Doppeltorschütze für den nun das Spiel gegen den VfB Stuttgart auf dem Programm steht.

Fünf Punkte Vorsprung

Köln verschaffte sich dagegen ein Polster und hat mit nunmehr 22 Zählern fünf mehr auf dem Konto als der HSV (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan) 

Olic durfte einen Tag nach seiner Verpflichtung vom VfL Wolfsburg und 2079 Tage nach seinem letzten Bundesliga-Spiel für den HSV direkt von Beginn an ran. Der Kroate agierte gewohnt einsatzfreudig und sorgte mit dafür, dass der HSV die Initiative in der Anfangsphase übernahm.

Horn verhindert Rückstand 

Die Hanseaten störten die Gäste schon weit in deren Hälfte und suchten über ein rasches Umschaltspiel den Weg in die Spitze, wo Olic lauerte. Die erste Großchance entsprang jedoch einer Standardsituation: Heiko Westermann prüfte den stark reagierenden Timo Horn im FC-Tor per Kopf (9.).

Köln versuchte in der Folge, über längere Passstafetten den ersten Schwung aus dem HSV-Spiel zu nehmen. Zunächst unterliefen der Mannschaft von Peter Stöger zu viele einfache Abspielfehler, doch mit zunehmender Spieldauer hatte der immer einfallsloser wirkende HSV so seine Probleme mit dem Rheinländern.

Ujah mit Großchance 

Nachdem der emsige Olic nach einer scharfen Hereingabe nur knapp verzogen hatte (21.), besaß Anthony Ujah die bis dato größte Gelegenheit für die Kölner. Der Nigerianer scheiterte jedoch von der Strafraumgrenze an Jaroslav Drobny (24.), kurz später vergab Slawomir Peszko in aussichtsreicher Position per Kopf (27.).

Nach dem Wechsel starteten die Gastgeber mit frischem Elan und kamen nach einer Freistoßvariante zur ersten Gelegenheit durch Ashton Götz (48.).

Warten auf Carlos Eduardo 

Doch dann traf Risse für die gefällig kombinierenden Kölner, die bis zum Ende der Transferperiode noch auf eine Verpflichtung des früheren Hoffenheimers Carlos Eduardo (Rubin Kasan) hoffen.

Zinnbauer reagierte nun und brachte Pierre-Michel Lasogga (72.) und den lange verletzte Maximilian Beister (76.). Doch der FC traf erneut.

"Die Niederlage ist tragisch für uns, aber wir müssen das abhaken und auf das Spiel gegen Paderborn am Mittwoch schauen", sagte Zinnbauer.

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