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Trainer Jürgen Klopp vom Tabellen-17. Borussia Dortmund hat die Qualifikation zu Champions League abgehakt.

Die Teilnahme an der Königsklasse in der nächsten Saison interessiere ihn "gar nicht", sagte der 47-Jährige der "Sport Bild": "Stand heute habe ich kein Problem damit, die Liga zu halten und nächste Saison ein Jahr zu haben mit ganz viel Training."

Klopp befürchtet selbst ohne Königsklasse keinen Aderlass beim BVB. "Wenn es bei uns einen Spieler geben sollte, der wegen eines Jahres ohne Champions League woanders hin will, dann hätte ich ihn komplett falsch eingeschätzt", erklärte der Coach.

Mit Blick auf die äußerst schwache Hinrunde der Dortmunder räumte Klopp auch eigene Fehler ein. "Gemeinsame Fehleinschätzungen, beispielsweise ob jemand wirklich körperlich imstande ist zu helfen. Wenn dann jemand spielt, der nicht zu 100 Prozent fit ist, macht er Fehler. Das ist, als wenn jemand nach 72 Stunden Schlafentzug eine Schach-WM spielen muss - das funktioniert auch nicht", sagte der 47-Jährige selbstkritisch.

Vom Klassenerhalt mit dem BVB ist Klopp dennoch völlig überzeugt. Die Möglichkeit, dass Dortmund tatsächlich absteigen könnte, habe er nicht im Kopf: "Wir haben 17 Spiele, um den Klassenerhalt zu schaffen. Und das werden wir. 17 Spiele sind ein Haufen Zeug."

Seine Hoffnung zieht er vor allem daraus, dass der BVB im Wintertrainingslager in La Manga "endlich das machen konnte, was uns immer stark gemacht hat."

Klopp erklärte: "Wir haben jetzt schon so viele Dinge eingearbeitet, die wir in der Sommervorbereitung nicht ein einziges Mal angehen konnten. Wir konnten kein einziges Mal taktisch arbeiten, weil wir die Jungs erst mal in eine ordentliche körperliche Verfassung bringen mussten."

Mit Mats Hummels, Kevin Großkreutz, Erik Durm, Matthias Ginter und Roman Weidenfeller hat der BVB alleine fünf Weltmeister in seinen Reihen, die nach dem Turnier in Brasilien nur eine kurze Pause bis zur Saisonvorbereitung hatten.

Bei allem Optimismus räumt Klopp aber auch ein, dass die Situation im Tabellenkelle belastend sei: "Niemand kann nach Misserfolgen sein schönstes Gesicht zeigen und die ganze Situation bedeutet logischerweise einen Verlust an Lebensqualität - ohne Wenn und Aber."

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