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Harald Strutz ist seit 1988 Präsident des 1. FSV Mainz 05
Harald Strutz ist seit 1988 Präsident des 1. FSV Mainz 05 © getty

Harald Strutz fordert mehr Solidarität unter den Klubs im Profigeschäft und plädiert deshalb für eine Reform der Transferregeln.

Nach Ansicht des Vizepräsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) sollte es ein "Gentlemen's Agreement" zwischen den Bundesligisten und den Zweitligisten geben.

"Für jeden Spieler, der ablösefrei in die Bundesliga wechselt, könnten die Bundesligisten dann 500.000 Euro an den Zweitligisten zahlen", sagte der Klubchef des 1. FSV Mainz 05 der "Allgemeinen Zeitung": "So schließt man die Schere nicht, aber man gibt Vereinen die Möglichkeit, einfach mal zu investieren und Spieler herauszubringen."

Er habe diesen Vorschlag bereits im Ligavorstand eingebracht. Die Antwort sei gewesen, dass man ihn prüfen sollte.

"Ich werde da aber auch nicht locker lassen. Man muss da einen Ausgleich finden, sonst machen wir uns den Wettbewerb und am Ende den ganzen Fußball kaputt", sagte Strutz: "Einem Erstligisten tut es in der Tat nicht weh, auch mal 500.000 Euro an einen Zweitligisten zu zahlen. Deshalb muss man da Regularien finden."

Strutz befürchtet zudem, dass sich der Fußball durch die zahlreichen Spiele in verschiedenen Wettbewerben selbst schadet.

"Wir sind fast übersättigt. Das kommt natürlich durch die vielen internationalen Wettbewerbe", sagte der 64-Jährige: "Eigentlich müssen wir mehr Pausen haben im Fußball, um mehr Freude zu entwickeln. Irgendwann reicht es nicht nur für Spieler, sondern auch für Konsumenten."

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