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Joachim Hilke fordert mehr Geld für die Traditionsklubs
Joachim Hilke fordert mehr Geld für die Traditionsklubs © getty

Der finanziell angeschlagene Hamburger SV wirbt für eine Umverteilung bei der Vergabe der TV-Gelder zugunsten der Traditionsklubs.

"Der HSV wird sich für einen neuen Schlüssel einsetzen, weil wir das Gefühl haben, dass wir in Bezug auf unsere mediale Aufmerksamkeit nicht entsprechend honoriert werden", sagte HSV-Marketingvorstand Joachim Hilke in einem Interview mit dem "Hamburger Abendblatt": "Wir sind immerhin einer der Hauptquotenbringer im Pay-TV."

2016 werden die TV-Rechte an der Bundesliga ab der Saison 2017/18 neu vergeben. Wer überdurchschnittlich zur Attraktivität der Liga beitrage, müsse aus HSV-Sicht dann auch mehr bekommen.

"Momentan werden wir als Traditionsverein eher benachteiligt als bevorteilt", sagte Hilke: "Dabei ist es ja unstrittig, dass vor allem die Traditionsvereine den emotionalen Wert der Bundesligen ausmachen. Und nur durch Emotionen wird das Produkt Fußball verkauft. Deswegen halte ich es für legitim, dass man in absehbarer Zeit über einen neuen Verteilerschlüssel für die TV-Einnahmen verhandelt."

Vor vier Jahren hatte bereits Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, die Forderung gestellt.

Zurzeit erfolgt die Verteilung der TV-Gelder nach einem Ranglistenschlüssel, wobei die Platzierungen in den Abschlusstabellen der letzten Jahre ausschlaggebend ist.

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