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Der frühere Europameister Steffen Freund hält einen Abstieg seines Ex-Klubs Borussia Dortmund durchaus für möglich.

"Der BVB wird bis zum Ende gegen den Abstieg spielen", sagte der 45-Jährige am Rande der inoffiziellen Schneefußball-WM in Arosa: "Alle sagen, die schaffen das, weil sie zu viel Qualität haben. Ich sage: Es wird ganz, ganz gefährlich dieses Jahr."

Er habe es in der Saison 1999/2000 beim BVB schon einmal erlebt: "Da ist der BVB nach vielen großen Jahren einmal fast abgestiegen. Das wird eine ähnliche Saison werden", meinte Freund, der von 1993 bis 1998 beim BVB spielte und unter anderem 1997 die Champions League gewann. Entscheidend werde sein, "dass die Nerven halten. Und dass die Führungsspieler ihre Form finden. Wenn Hummels die Abwehr gut zusammenhält, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass der BVB drinbleibt."

Dass die Dortmunder nicht an Trainer Jürgen Klopp zweifeln, findet Freund zwar grundsätzlich richtig, vor allem aber mangels Alternativen.

"Die Frage ist doch: Was kommt danach? Wenn man den Trainer entlässt, muss man eine bessere Lösung haben", meinte er: "Michael Zorc (Manager, d. Red.) und Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer, d. Red.) haben mit diesem Trainer alles Positive erlebt. Aber wenn sie ihn nicht entlassen und am Ende absteigen, fällt natürlich vieles zurück auf die beiden."

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