Video

Stuttgart - Die Hoffnung auf Besserung nach der Winterpause weicht bei den Stuttgartern schnell der Ernüchterung. Die Niederlage gegen Gladbach ruft bekannte Reflexe hervor. Niedermeier hadert.

Trainer Huub Stevens verschwand nach dem Schlusspfiff mit ernster Miene in der Kabine, Georg Niedermeier stand völlig verloren auf dem Rasen und vergrub sein Gesicht in den Händen.

Nach dem 0:1 (0:0) des VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach und dem Sturz auf einen Abstiegsplatz war die Hoffnung auf eine Initialzündung zum Rückrundenauftakt purer Frustration gewichen (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

Durchhalteparolen von Stevens und Dutt

Stevens und der neue Sportdirektor Robin Dutt versuchten sich später zwar trotzig in Durchhalteparolen. (DATENCENTER: Tabelle).

An der bitteren Realität beim fünfmaligen deutschen Meister änderten auch die kämpferischen Worte nichts. "Wir sind natürlich enttäuscht, aber es geht weiter. Wir haben noch 16 Spiele und müssen noch enger zusammenrücken", forderte Stevens.

Allerdings lagen die Probleme des VfB einmal mehr in der fehlenden Kreativität und im schwachen Tempospiel. Chancen gab es fast ausschließlich nach Standardsituationen.

Wohl keine Neuzugänge mehr

Trotzdem wird es wohl keine Neuzugänge mehr in der Winterpause geben. "Die Lage ist finanziell nicht so, dass wir viel tun können", sagte der Coach mit Blick auf die Montag endende zweite Transferphase.

Einzig der ivorische Mittelfeldakteur Serey Die vom FC Basel könnte noch kommen.

Stevens findet das aber nicht schlimm. "Wir haben die Qualität, um da unten wegzukommen", sagte der Niederländer vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub am 1. FC Köln am Mittwoch.

Fünf Heimspiele, kein Treffer

Doch vor allem offensiv ist davon wenig zu sehen. In den letzten fünf Heimspielen gab es keinen eigenen Treffer, nur einen Zähler und dafür zehn Gegentore.

Verteidiger Niedermeier hätte diese Flaute in der Nachspielzeit beenden können, doch er traf aus vier Metern nur die Latte. Der Ausgleich wäre vor allem für die Seele ein Labsal gewesen.

"Zwei Zentimeter haben gefehlt"

"Ich kann es nicht mehr ändern, zwei Zentimeter haben gefehlt. Ich ärgere mich am meisten darüber", sagte er.

"Da ist mir das Herz fast in die Hose gerutscht", meinte Gladbachs Patrick Herrmann, der in der 71. Minute den Siegtreffer erzielte.

Aber an dieser Aktion, so Stevens, habe man sehen können, "die stehen oben und wir unten".

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel