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Die Spieler des VfL Wolfsburgs jubeln
Der VfL Wolfsburg ist derzeit der ärgste Bayern-Verfolger © Getty / SPORT1

Der VfL Wolfsburg setzt mit dem Transfer von Andre Schürrrle ein deutliches Signal. Während die Traditionsvereine schwächeln, will sich der VW-Klub als Nr. 2 etablieren - mindestens.

Die Rückkehr von Andre Schürrle in die Bundesliga ist ein Paukenschlag!

Der VfL Wolfsburg will offenbar mit aller Macht das Vakuum hinter dem FC Bayern füllen und sich als zweite Kraft etablieren - mindestens.

Mit dem spektakulären 30-Millionen-Rekordeinkauf des Weltmeisters vom FC Chelsea setzt der VW-Klub ein deutliches Signal, wohin die Reise gehen soll.

Gut möglich, dass auf Dauer nur noch solche von großen Firmen und potenten Mäzenen alimentierten Vereine mit den Bayern mithalten können.

Allerdings wandelt der VfL auf zerbrechlichem Eis, im Dezember geriet der Klub ja wegen des Financial Fair Plays in den Fokus der UEFA-Ermittler.

Im Vergleich zu Wolfsburg haben aber schon jetzt die Traditionsklubs wie Hamburg, Bremen oder Stuttgart das Nachsehen und spielen - allerdings vor allem dank hausgemachter Fehler - gegen den Abstieg.

Das gilt umso mehr für den abgestürzten Ex-Meister aus Dortmund. Das erneute Verletzungspech und gerade mal vier Tore in der gesamten Vorbereitung geben vor dem schweren Auftaktspiel in Leverkusen wenig Hoffnung auf eine schnelle Wende.

Doch gerade der sicher bis zum letzten Spieltag dramatische Kampf um den Klassenerhalt und die Ausgeglichenheit von Platz drei abwärts machen die Bundesliga in der Rückrunde so spannend, obwohl der Meister mit dem FC Bayern schon zur Halbzeit praktisch feststeht.

Daher kann auch DFL-Chef Christian Seifert gut mit der Langeweile im Titelrennen leben. Denn die Liga boomt, dafür steht der Schürrle-Wechsel als teuerster Transfer der Wolfsburger Vereinsgeschichte exemplarisch.

Pünktlich zum großen Neujahrsempfang diese Woche in Frankfurt hat die Deutsche Fußball-Liga den zehnten Umsatzrekord in Folge auf 2,45 Milliarden Euro präsentiert.

Nach dem deutschen Champions-League-Triumph 2013 und dem WM-Erfolg 2014 erhofft sich Seifert 2015 "ein Jahr der Bestätigung" mit mindestens einer deutschen Mannschaft im Champions-League-Finale im Juni in Berlin.

Realistisch kommt dafür aktuell nur der FC Bayern in Frage. Perspektivisch aber könnte auch der VfL Wolfsburg Europas Spitze angreifen.

Die Mittel dazu haben die Niedersachsen, das hat der Transfer-Hammer mit Schürrle, dem voraussichtlich drittteuersten Wechsel der Bundesliga-Geschichte, deutlich vor Augen geführt.

Und mit Mittelmaß war man bei Volkswagen noch nie zufrieden.

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