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Bayern Muenchen gegen Qatar Stars, Dante
Dante wechselte 2012 von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern München © Getty Images

Doha - Verteidiger Dante spricht im SPORT1-Interview über die hohen Erwartungen an den FC Bayern und die Lehren der Vorsaison.

Aus dem Trainingslager des FC Bayern berichten Christoph Lother und Christian Ortlepp

Mit Feuereifer ist Dante bei der Sache, in jedem Training voll dabei.

Von der großen Enttäuschung über die für ihn so unglücklich verlaufene Heim-WM im vergangenen Sommer, die den Brasilianer auch während der Hinrunde ab und an noch heimgesucht hatte, ist längst nichts mehr zu spüren.

Stattdessen nimmt der 31-Jährige mit dem FC Bayern schon die nächsten Herausforderungen ins Visier.

Real-Debakel vergessen machen

Im Trainingslager in Doha macht sich Dante mit seinen Mannschaftskollegen derzeit fit für die Rückrunde. Eine Rückrunde, in der der Verteidiger so viele Titel wie möglich sammeln möchte.

In der vergangenen Saison waren es zwei: Meisterschaft und Pokal. Am meisten aber sprachen die Leute anschließend über die Champions League - wo die Münchner im Halbfinale gegen Real Madrid gehörig unter die Räder kamen.

Im SPORT1-Interview spricht der Innenverteidiger über die hohe Erwartungshaltung an seinen Verein, die Lehren aus der Vorsaison und die interne Konkurrenz durch Rückkehrer Holger Badstuber.

SPORT1: Das Trainingslager neigt sich dem Ende zu. Wie würden Sie es bis hierhin beschreiben?

Dante: Als anstrengend (lacht). Aber es macht auch Spaß. Und wenn wir dann nach Hause kommen, sind wir topfit. Wenn man ein gutes Trainingslager absolviert hat, merkt man das auch in den Einheiten danach in München. Da kommt man mit einem richtig guten Gefühl zum Training.

Dante und Bastian Schweinsteiger in Katar 2015
Für Dante (l.) bedeutet die WM 2014 den bisherigen Schlusspunkt in seiner Nationalmannschafts-Karriere © Getty Images

SPORT1: Bei wieviel Prozent ihrer Fitness und Leistungsstärke steht die Mannschaft aktuell?

Dante: Schwer zu sagen. Sicherlich befinden wir uns noch nicht in Topform. Wir stehen bei 70 Prozent vielleicht. Aber der Test gegen die Katar-Auswahl am Dienstag war ganz in Ordnung und wir arbeiten hart weiter.

SPORT1: Mit Holger Badstuber ist ein weiterer Innenverteidiger ins Team zurückgekehrt. Spüren Sie schon die zusätzliche Konkurrenz?

Dante: Die Konkurrenz ist bei uns immer groß. Das war sie auch, als Holger nicht dabei war. Erst mal freue ich mich, dass er wieder spielen kann und will versuchen, ihm bei seiner Rückkehr so gut es geht zu helfen. Und natürlich will ich auch weiter spielen. Aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass der Trainer häufig rotieren wird. Ich werde mich jedenfalls aufdrängen und immer bereit sein.

SPORT1: Im vergangenen Jahr gewann Ihr Team das Double aus Meisterschaft und Pokal. Dennoch warf das Halbfinal-Aus in der Champions League einen großen Schatten über die Saison. Ist die Erwartungshaltung den Spielern gegenüber manchmal nicht mehr fair?

Dante: Die Leute vergessen sehr schnell, das ist schade. Wir hatten unheimlich hart gearbeitet, um diese Titel zu gewinnen. Wir hatten über weite Strecken richtig gut gespielt. Am Ende blieb aber doch viel Negatives hängen.

SPORT1: Fürchten Sie, dass Sie in dieser Saison ein ähnliches Schicksal ereilen könnte?

Dante: Nein. Wir haben aus der letzten Saison gelernt. Wir werden den gleichen Fehler nicht noch einmal machen und versuchen, das Niveau über die gesamte Rückrunde hinweg oben zu halten.

SPORT1: Spürt man das auch bei Pep Guardiola? Hat er die Trainingsintensität noch mal erhöht?

Dante: Er verlangt immer Vollgas. Aber glauben Sie mir: Auch wir Spieler wissen, was für große und entscheidende Spiele noch auf uns warten. Egal ob wir vorzeitig Meister werden oder nicht, werden wir in der Champions League bis zum Ende gefordert und dementsprechend voll bei der Sache sein.

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