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Michael Preetz im Gespräch mit Jos Luhukay
Manager Michael Preetz (r.) verweigert nach dem 0:1 gegen Bayer ein Bekenntnis zu Hertha-Coach Jos Luhukay © getty

Berlin - Die harmlose Hertha kassiert zu Hause eine Niederlage gegen Leverkusen. Die Umstellungen des Trainers bringen nichts - der steht kurz vor dem Rauswurf.

Für Trainer Jos Luhukay steht bei Hertha BSC vor dem Aus.

Sportdirektor Michael Preetz verweigerte am Mittwochabend nach der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen Bayer Leverkusen ein Treuebekenntnis für den niederländischen Coach.

"Ich kann Ihnen das nicht sagen", antwortete Preetz bei Sky auf die Frage, ob Luhukay am Wochenende noch Trainer der Berliner sein werde: "Wir müssen die Situation analysieren und sicher auch eine Nacht darüber schlafen."

Pläne mit U-23-Coach Ante Covic?

Luhukays Abschied scheint jedenfalls schon vorbereitet zu sein.

Nach Informationen Berliner Medien planen die Vereinsbosse, U-23-Coach Ante Covic als Interimstrainer einzusetzen, ehe im Rahmen von rund zehn Tagen ein neuer Mann gefunden und präsentiert werden soll.

Als ein Kandidat gilt Mirko Slomka, der im September 2014 beim Hamburger SV entlassen wurde.

Stefan Kießling sichert Leverkusener Sieg

Die Hertha ist durch die dritte Niederlage in Serie auf den 17. Tabellenplatz abgestürzt.

Die Elf verlor gegen Bayer Leverkusen nach einem Tor von Stefan Kießling (50.) und befindet sich in akuter Abstiegsgefahr. Zu allem Überfluss sah Herthas Sebastian Langkamp in der 90. Minute die Gelb-Rote Karte (Zum Nachhören: Die Highlights des Spiel bei SPORT1.fm).

Die Berliner Klubführung will mit aller Macht den dritten Abstieg in fünf Jahren verhindern und soll zuvor Siege von Luhukay gefordert haben.

Für Kapitän Fabian Lustenberger gehört "die Diskussion um den Trainer dazu, wenn man Profi ist. Aber man muss das ausblenden und sich auf die nächsten Aufgaben konzentrieren." 

Stefan Kießling von Bayer Leverkusen trifft gegen Hertha BSC
Stefan Kießling sicherte Leverkusen mit seinem Tor den Sieg bei Hertha BSC © getty

Luhukay baut um

Vor 35.000 Zuschauern im Eisschrank Olympiastadion waren die Gäste aus dem Rheinland zunächst die aktivere Mannschaft und zeigten im Spiel nach vorne mehr Ideen und Mut.

Besonders Nationalspieler Karim Bellarabi entwickelte über rechts Gefahr und ließ seinen Gegenspieler Johannes van den Bergh einige Male schlecht aussehen.

Luhukay hatte seinen Ankündigungen nach dem 0:2 gegen Bremen Taten folgen lassen ("Die Spieler müssen die Konsequenzen tragen") und gleich auf fünf Positionen umgestellt (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

Hosogai trifft den Pfosten

Hertha war zunächst sehr defensiv ausgerichtet, hatte aber die erste große Chance des Spiels, als Hajime Hosogai (7.) aus wenigen Metern an den Pfosten köpfte.

Ab der 30. Minute bekamen die Hausherren das Spiel besser in den Griff, die Aktionen wurden sicherer, echte Torgefahr fehlte jedoch weiterhin.

Nach der Pause folgte dann die kalte Dusche für die Hauptstädter. Der aufgerückte Wendell nutzte einen erneuten Patzer von Roy Beerens auf dem Flügel und flankte nach Innen, wo Kießling aus fünf Metern einschob.

Der Gegentreffer brachte die Hausherren völlig aus dem Konzept, Abspielfehler häuften sich. Der mit aufgerückte Kyriakos Papadopoulos hätte per Kopfball kurz darauf fast das 2:0 erzielt, doch der Ball strich knapp über die Latte.

Hertha offensiv harmlos

Die Berliner Fans riefen lautstark "Wir wollen Euch kämpfen sehen", doch der Mannschaft auf dem Rasen fiel im Spiel nach vorne nichts ein.

Stürmer Julian Schieber konnte sich gegen die Innenverteidigung von Bayer kaum in Szene setzen, über die Außen passierte zu wenig, mit ungenauen Abspielen brachten sich die Hauptstädter immer wieder selbst um Möglichkeiten (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Luhukay versuchte die Offensive zu beleben und brachte mit Ronny und Nico Schulz Mitte der zweiten Halbzeit neue Spieler, die aber zunächst auch keine Impulse setzen konnten.

Gefährlicher blieben da noch die Gäste, die einem weiteren Treffer näher waren, als Hertha dem Ausgleich.

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