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Daniel Halfar im Zweikampf mit Alban Meha
Daniel Halfar (l.) und der 1. FC Köln warten seit dem 18. Oktober 2014 auf einen Heimsieg © Getty Images

Köln - Der 1. FC Köln kann auch das Heimspiel gegen den SC Paderborn nicht gewinnen. Die Ostwestfalen zeigen sich nach zwei herben Pleiten erholt. Bard Finne vergibt die Topchance.

Auch im Karnevalstrikot hat der offizielle Karnevalsverein 1. FC Köln seinen Heimfluch nicht bannen können.

Gegen den erstmals in 2015 punktenden Mitaufsteiger SC Paderborn kamen die Rheinländer nicht über ein 0:0 hinaus. Nur ein Sieg und ganze vier Tore sind für den FC damit nach zehn Heimspielen notiert, die Hälfte davon endete torlos.

419 Minuten ohne Tor

Zudem verpassten es die Kölner erneut, sich ein komfortables Polster auf die Abstiegszone zu verschaffen. Paderborn ist zwar schon 419 Minuten ohne Tor, tankte nach 0:8 Toren in den ersten beiden Spielen des Jahres 2015 aber wenigstens etwas Selbstvertrauen (DATENCENTER: Tabelle).

Nach den enttäuschenden Heimspielen unter der Woche (Köln 0:0 gegen Stuttgart, Paderborn 0:3 gegen Hamburg) veränderte FC-Trainer Peter Stöger sein Team auf zwei Positionen, sein Kollege Andre Breitenreiter sogar auf drei.

Debüt für Finne

Beim FC durfte der 19-Jährige Bard Finne nach 31 Einsatzminuten in der Hinrunde und 32 am Mittwoch neben Anthony Ujah erstmals in der Bundesliga von Beginn an ran, die Kölner spielten damit erstmals seit Monaten mit einer Doppelspitze.

Andre Breitenreiter vom SC Paderborn guckt
Andre Breitenreiter sah den ersten Punktgewinn für Paderborn im Jahr 2015 © Getty Images

Da sich auch die Ostwestfalen nicht versteckten, entwickelte sich zumindest ein munteres Spiel, wenn auch eines mit vielen Unzulänglichkeiten.

Die erste wirklich große Torchance sahen die 49.500 Zuschauer erst in der 44. Minute, es war jedoch gleich eine sogenannte Hundertprozentige: Nach einem Konter und schöner Ablage von Kevin Vogt scheiterte Finne völlig freistehend an Gästekeeper Lukas Kruse (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

Heinloth zielt zu hoch

Paderborn kam stark aus der Pause und hatte prompt zweimal die Führung auf dem Fuß: Michael Heinloth schoss aus 18 Metern aber knapp drüber (47.), der gebürtige Kölner Elias Kachunga scheiterte nach dem schönsten Paderborner Spielzug aus vier Metern an Kölns Schlussmann Timo Horn (52.).

Stöger setzte schließlich ein Zeichen und wechselte beide Stürmer aus, brachte dafür Yuya Osako und Marcel Risse (57.) und kehrte somit zum gewohnten 4-2-3-1 zurück. Ab der 68. Minute überschlugen sich dann kurzzeitig die Ereignisse (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Zunächst wehrte Horn eine direkt aufs Tor geschlagene Ecke von Alban Meha kurz vor der Linie ab, im Gegenzug lupfte Vogt den Ball ans Außennetz. Wenige Sekunden später verzog Osako, dann wurde eine Direktabnahme von Kevin Wimmer im letzten Moment geblockt (70.) (SERVICE: Die Statistiken des Spiels).

Schönheitspreis kein Thema

"Dass wir in der Liga nicht angetreten sind, um den Schönheitspreis zu gewinnen, ist doch klar. Und für Spektakel sind auch andere zuständig. Wir müssen uns unser Punkte erarbeiten. Es ist bitter, weil uns drei Punkte gut getan hätten - für die Stimmung und die Heimtabelle", sagte FC-Coach Stöger bei Sky.

Breitenreiter wollten sich die Leistung seiner Mannschaft nicht schlechtreden lassen. "Spielerisch interessiert mich überhaupt gar nicht. Jetzt geht es darum zu kämpfen und als Mannschaft zu funktionieren und das haben die Jungs heute klasse gemacht", betonte Paderborns Trainer.

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