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Hamburg - Hannovers Innenverteidiger ist an beiden Treffern des Hamburger SV beteiligt. Joselu zeigt Nerven, der HSV feiert eine Saison-Premiere.

Der Hamburger SV hat sich im kleinen Nord-Derby gegen Hannover 96 eminent wichtige drei Punkte erkämpft und haben sich vorübergehend  von der Absztiegszone der Bundesliga entfernt.

Die Mannschaft von Coach Joe Zinnbauer setzte sich am Samstagabend mit 2:1 (1:0) gegen die Niedersachsen durch und schaffte es damit erstmals seit knapp zwei Jahren, zwei Liga-Erfolge in Serie zu einzufahren (zuletzt April 2013). (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Der tragische Held des Abends war Hannovers Verteidiger Marcelo, der bei beiden HSV-Treffern den Ball entscheidend abfälschte. Für die 96er, die ihr 900. Bundesliga-Spiel bestritten, ist die Rückrunde damit weiter eine einzige Enttäuschung. Die Europapokal-Plätze rücken in weite Ferne. (DATENCENTER: Tabelle)

"Mir fehlen die Worte. So, wie die Tore gefallen sind, kann man von zwei unglücklichen Gegentoren sprechen. Wir brauchen jetzt nicht mehr von Europa zu reden", sagte 96-Torwart Ron-Robert Zieler bei Sky. Hamburgs Marcell Jansen äußerte: "Es war ein Abstiegsfight. Wir mussten punkten nach dem Kraftakt von Paderborn. Das Quäntchen Glück hatten wir heute."

Joselu scheitert vom Punkt

Der HSV ging vor 51.779 Zuschauern mit seiner ersten Chance durch ein Eigentor von Marcelo in Führung, der eine Flanke von Zoltan Stieber über Zieler ins Netz beförderte (26.). Das 2:0 erzielte Jansen mit einem noch von Marcelo abgelenkten Fernschuss (50.). Die Hannoveraner, bei denen Joselu in der ersten Halbzeit mit einem Foulelfmeter an HSV-Keeper Jaroslav Drobny gescheitert war (23.), kamen durch Artur Sobiech nur noch zum Anschlusstreffer (66.).

Drei Tage nach dem Befreiungsschlag beim SC Paderborn (3:0) wollte der HSV mit frischem Selbstvertrauen und Neuzugang Marcelo Diaz in der Startelf unbedingt drei Punkte nachlegen. Doch die Gäste gingen enorm aggressiv zu Werke und stellten die Hausherren im ersten Durchgang mit schnellem Umschaltspiel vor arge Probleme. Kapitän Lars Stindl setzte die erste Duftmarke per Fernschuss (6.). (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Olic bleibt blass

Hannover blieb auch in der Folge das bessere Team, kombinierte sich immer wieder über die agilen Hiroshi Kiyotake, Jimmy Briand und Stindl bis in die Spitze vor. Doch Joselu verschenkte den verdienten Lohn vom Punkt.

Mit der plötzlichen Führung im Rücken zog sich der HSV zeitweise weit zurück. Im Offensivspiel lief wenig bis gar nichts zusammen, obwohl sich Ivica Olic in der Sturmspitze aufrieb. Aber über die Außen sorgten Nicolai Müller und Marcell Jansen im ersten Durchgang kaum für Gefahr.

Chancen hüben wie drüben

Die 96er, die mit fast 70 Prozent Ballbesitz und 10:2 Torschüssen die erste Hälfte dominiert hatten, kamen mit Wut aus der Kabine. Doch Trainer Tayfun Korkut musste mit dem zweiten Gegentor sofort den nächsten Nackenschlag hinnehmen. Nach dem Anschlusstreffer häuften sich die Chancen auf beiden Seiten. (SERVICE: Die Statistiken des Spiels)

Erst scheiterte Joselu nur knapp mit einem Seitfallzieher an Drobny (68.). Im Gegenzug hatte Stieber die Gelegenheit, für den HSV zu erhöhen (70.). Auch Olic scheiterte an Zieler (80.). Stindl (90.+1) traf per Freistoß den Außenpfosten.

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