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1899 Hoffenheim v VfB Stuttgart - Sebastian Rudy
Sebastian Rudy (r.) schießt seinen Ex-Klub noch tiefer in die Krise © Getty Images

Sinsheim - Ausgerechnet der ehemalige Stuttgarter Sebastian Rudy sorgt im Derby seiner TSG 1899 Hoffenheim für den Last-Minute-Sieg.

Der VfB Stuttgart hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga einen neuen bitteren Rückschlag erlitten.

Die Schwaben verloren am 21. Spieltag in der Nachspielzeit mit 1:2 (1:1) im baden-württembergischen Derby bei 1899 Hoffenheim. Für den entscheidenden Treffer sorgte Sebastian Rudy (90.+2).

Wenig Spielfluss zu Beginn

Der Brasilianer Roberto Firmino (30.) hatte zuvor für die schwächelnden Hoffenheimer getroffen, die nach drei Niederlagen wieder einen Sieg feiern konnten. Der Japaner Gotoku Sakai war für Stuttgart erfolgreich (39.).

Die 29.309 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena, darunter der Ex-Hoffenheimer und Fast-Kölner Carlos Eduardo, sahen eine umkämpfte Anfangsphase. Es gab extrem viele Fouls, Spielfluss kam nicht zustande. Vor allem den Gastgebern, die ohne Adam Szalai, Niklas Süle, Tobias Strobl, Steven Zuber und den gesperrten Eugen Polanski auskommen mussten, fehlte eine klare Linie (Datencenter: Ergebnisse und Spielplan).

TSG-Offensive lange ohne Durchschlagskraft

Die Schwaben, bei denen Antonio Rüdiger, Carlos Gruezo, Daniel Didavi, Mohammed Abdellaoue und Daniel Ginczek fehlten, konzentrierten sich zunächst auf die Defensive. Erst in der 16. Minute verzeichneten die Hoffenheimer, deren Mäzen Dietmar Hopp dank einer Ausnahmeregelung der Deutschen Fußball Liga (DFL) ab Sommer die Stimmenmehrheit bei der Profiabteilung übernehmen wird, die erste Chance durch Kevin Volland (Datencenter: Tabelle).

Danach ließen die Gäste, bei denen Neuzugang Geoffroy Serey Die zunächst auf der Bank saß, für lange Zeit nichts mehr anbrennen. Insgesamt war die Partie in der ersten halben Stunde ganz schwach. Dabei enttäuschten in erster Linie die Gastgeber von Coach Markus Gisdol, der in seiner Zeit bei Schalke 04 als Stevens-Assistent gearbeitet hatte. Die Hoffenheimer, in deren Kader acht frühere VfB-Spieler stehen, brachten in der Offensive nichts zustande (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Firmino nutzt Unachtsamkeit

Umso überraschender war die Führung durch das sechste Saisontor Firminos. Der Spielmacher nutzte die Unordnung in der VfB-Abwehr nach einem Freistoß. Ähnlich war die Situation auf der Gegenseite beim ersten Bundesligator Sakais. Der Schuss der Außenverteidigers wurde von TSG-Innenverteidiger Ermin Bicakcic entscheidend abgefälscht. Es war das erste VfB-Tor nach vier Partien ohne Treffer (SERVICE: Die Statistken des Spiels).

Auch nach dem Seitenwechsel war Kampf Trumpf. Spielerisch ging bei beiden Mannschaften so gut wie nichts. Firmino vergab in der 58. Minute die beste Chance in dieser Phase. Im Anschluss bestimmten die Hoffenheimer das Geschehen, Möglichkeiten waren aber Mangelware. In der 75. Minute war es der eingewechselte Anthony Modeste, der die TSG-Führung auf dem Fuß hatte.

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