Video

Köln - Die Kölner beenden zwar ihre Tor-Flaute, kommen gegen Hannover aber nicht über ein unentschieden hinaus. Dennoch bemüht der FC sich, das Positive mitzunehmen.

Der große Befreiungsschlag war es nicht für den 1. FC Köln. Der Heimkomplex hält auch nach dem 1:1 (1:1) gegen Hannover 96 an. Der einzige Heimsieg der Saison liegt bereits mehr als vier Monate zurück.

Entsprechend wussten die FC-Profis nicht, was sie mit dem Resultat anfangen sollten. "Zunächst überwiegt die Enttäuschung, dass es für den Dreier nicht gereicht hat", sagte Dominic Maroh bei Sky.

Doch am Ende bemühten er und seine Kollegen sich darum, das Positive mitzunehmen. "Die Art und Weise macht mir Mut für die kommenden Wochen. Wir haben alles reingeworfen, alles versucht. Die Chancen waren da, aber leider hat es doch nicht ganz gereicht." Und Keeper Timo Horn ergänzte: "Wenn wir so weiterspielen, werden wir unsere Ziele auch erreichen."

Erstes Heimtor nach 364 Minuten

Mit 25 Zählern hat der FC derzeit nur noch drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, Hannover steht nach nur einem Sieg aus den letzten elf Spielen mit 26 Punkten kaum besser da.

Joselu (5.) hatte den Gast früh in Führung gebracht, Anthony Ujah (17.) erzielte den Ausgleich für Köln. Es war das erste Heimtor nach 364 Minuten. Hannovers Joao Pereira (90.+1) sah wegen Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Blitzstart für Hannover

Nach dem Platzsturm bei der Derby-Niederlage in Mönchengladbach hatte der FC die "Boyz" ausgeschlossen, weil einige der Täter der Vereinigung zugeordnet werden konnten - vor dem Spiel gegen Hannover sprachen Teile der Fanszene daraufhin von Kollektivbestrafung, die Südkurve kündigte umfassende Proteste und sogar einen Teilboykott im Stehplatzbereich an. Stattdessen solidarisierte sich ein großer Teil der Fans aber mit dem FC.

Auch vor dem Hintergrund der sensiblen Stimmung auf den Rängen hatte Trainer Stöger vor dem Spiel darauf gehofft, dass seine Mannschaft "zu Hause mal so richtig anschreibt" und drei Punkte holt.

Vor 47.300 Zuschauern legte aber Hannover den Blitzstart hin: In der dritten Minute parierte Kölns Torwart Timo Horn einen Versuch von Joselu, zwei Minuten später zielte der Spanier genauer: Joselus Kopfball prallte von der Unterkante der Latte an Horns Schulter und von dort ins Tor. 

Chancen auf beiden Seiten

In der Folge war die Verunsicherung den Kölnern anzumerken: Viele Bälle gingen verloren, von den Rängen waren bereits erste Pfiffe zu vernehmen - und nur der Zufall half den Gastgebern zurück ins Spiel. Nach missglückten Klärungsversuchen der Hannoveraner Maurice Hirsch und Salif Sane landete der Ball bei Ujah, der per Kopf keine Mühe hatte, 96-Schlussmann Ron-Robert Zieler zu überwinden. 

Das Tor gab dem FC Sicherheit, das Spiel verflachte dadurch allerdings zusehends: Beide Teams neutralisierten sich bis zur Pause überwiegend.

Nach Wiederanpfiff bekamen die Fans zumindest häufiger Torchancen zu sehen. Ein Freistoß von 96-Mittelfeldspieler Ceyhun Gülselam (65.) war sichere Beute für Horn, wenig später scheiterte Lars Stindl am Torwart. Auf der anderen Seite vergaben Slawomir Peszko (69.) und Yuya Osako (70.) beste Möglichkeiten für den FC.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel